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Schießen

10.01.2020

Pfeil Vöhringen tritt zuhause an

Ein Bild aus dem Heimwettkampf der Vöhringer vor einem Jahr in Illerberg: Der Dirlewanger Florian Krumm wird frenetisch begrüßt. Am Wochenende empfangen die Pfeilschützen ihre Gäste in der Weißenhorner Dreifachturnhalle.
Foto: Stefan Kümmritz

Die Vöhringer Pfeilschützen stehen vor ihrem einzigen Heimwettkampf dieser Bundesligasaison. Für die Finalrunde sind sie zwar qualifiziert, trotzdem haben sie noch ein paar Ziele.

Zwar haben die Luftgewehrschützen des SV Pfeil Vöhringen die Finalrunde der besten acht aus der Bundesliga-Süd- und Nordgruppe am Monatsende in Fulda längst erreicht, trotzdem sind die Duelle mit dem SSV Kronau (Samstag 19 Uhr) und dem SV Buch (Sonntag 14 Uhr) zum Schluss der regulären Runde für sie ganz besondere.

Zum einen sind es die einzigen Heimwettkämpfe in der gesamten Saison, was dem Reglement entspricht, aber unbefriedigend ist. Zum anderen wollen und können die Schützlinge von Trainer Sven Martini mit zwei Siegen ihre weiße Weste wahren und als Südmeister in die Finalrunde einziehen. Was den Vorteil hätte, dass sie da im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft auf den Vierten der Nordgruppe träfen, also zu Beginn die vermeintlich leichteste Aufgabe hätten. Wobei Martini schon heute warnt: „Man kann die Südvereine mit denen aus dem Norden nicht direkt vergleichen. Dass ein Verein dort Vierter ist, heißt nicht, dass er schlechter als die ersten drei ist.“

Rund 500 Zuschauer werden in Weißenhorn erwartet

Zunächst gilt das Augenmerk der Vöhringer aber den Heimwettkämpfen am kommenden Wochenende, die allerdings in der Weißenhorner Fuggerhalle ausgetragen werden, in der sie gut 500 Zuschauer erwarten, darunter eine Menge Prominenz aus der Lokalpolitik oder der Vorstand des Schützenbezirks Schwaben und eine große Abordnung des befreundeten österreichischen Luftgewehr-Meisters SV Altach.

Der stärkere Gegner wartet mit dem SSV Kronau am Samstag auf die Vöhringer. Dieser ist mit 8:10 Punkten Tabellensechster und schießt recht ausgeglichen. Beste Schützin des SSV ist Larissa Weindorf, die zuletzt auf 399 und 397 Ringe kam. Schlusslicht SV Buch hat als Ausländer die US-Amerikanerin Virginia Trasher an eins, die bei Olympia in Rio mit dem Luftgewehr Gold bei den Frauen gewann. Sie tritt jedoch nur gelegentlich an. Ansonsten ist das Bucher Team aber auch nicht zu unterschätzen. Zuletzt verlor es ohne Trasher gegen Kronau bei Ringgleichheit (1973:1973) unglücklich mit 2:3. Um die Klasse zu halten, muss es aber wohl am Wochenende zwei Siege verbuchen.

Der Teamgeist in Vöhringen scheint bestens zu sein

Besonders scheint sich Vöhringens Neuzugang Antonia Back, mit 19 Jahren das Nesthäkchen im Team, auf die Heimwettkämpfe und die Finalrunde zu freuen. So steht es ihr jedenfalls ins Gesicht geschrieben. „Ich bin hier in Vöhringen sehr gut aufgehoben. Der Teamgeist hier ist klasse“, sagt sie, die aus der Nähe von Aschaffenburg stammt. Ihr bisher bestes Ergebnis in der laufenden Saison sind 396 Ringe.

Schützin aus Dillishausen erzielt Weltklasse-Ergebnis

Die besten Ergebnisse in dieser Saison lieferten die Inderin Elavenil Valarivan (Nummer eins) und Michaela Kögel (Nummer zwei) aus Dillishausen. Beide haben bereits die 400-Ringe-Marke erreicht – ein Weltklasse-Ergebnis also. Michaela Kögel sieht das Geheimnis des Vöhringer Erfolgs in der Entwicklung des Teams: „Vor zwei Jahren waren wir als Aufsteiger noch Außenseiter. Jetzt haben wir uns gut reingekämpft“, sagte Kögel nach ihrem 400-Ringe-Wettkampf im November. „Die Erfahrung macht natürlich viel aus. Und die haben wir mittlerweile gesammelt.“

Ein Dirlewanger gehört ebenfalls zum Kader

Eine weitere Konstante im Vöhringer Kader ist seit Jahren der Dirlewanger Florian Krumm. Der Bronzemedaillengewinner bei der letztjährigen deutschen Meisterschaft schießt seit fünf Jahren für die Vöhringer. Gemeinsam mit Michaela Kögel trainiert er regelmäßig am Schießstand in Mindelau, „wofür wir den Mindelauern wirklich dankbar sind“, sagt er. Bestens vorbereitet geht es nun in den lang ersehnten Heimwettkampf. „Wir haben eine weiße Weste – und die wollen wir möglichst behalten“, sagt Krumm.

Ein Dirlewanger erfüllt sich einen Traum

Gelänge dies, gehen die Vöhringer ungeschlagen in das Bundesliga-Finale. Und wären dann, im Gegensatz zur Teilnahme vor zwei Jahren als man als Aufsteiger Bronze holte, den Außenseiter-Status wohl los. Das ficht Andreas Renz (Nummer drei) nicht an: „Bisher ist die Saison optimal gelaufen“, so Renz. „Wir wollen am letzten Wettkampfwochenende vor den Finals natürlich ungeschlagen bleiben.“

Das Geheimnis für die Erfolge kennt der 31-Jährige sehr wohl: „Wir alle sind starke Schützen, unser Teamspirit ist super, wir können uns auf uns verlassen und kein anderes Team steht so locker auf der Anlage wie wir.“

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