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Schießen
13.10.2021

Adler Breitenbrunn startet einen neuen Anlauf für das Gauschießen

Gauschützenmeister Ludwig Stedele (links) und die Vizepräsidentin des Schützenbezirks Schwaben, Martina Steck (rechts), ehrten verdiente Schützen: (weiter von links) Reinhold Laur, Hannelore Immerz, Winfried Miller und Peter Hämmerle.
Foto: Verena Stich

Bei der Gauversammlung stellt Adler Breitenbrunn den Plan für das auf 2022 verlegte Gauschießen vor – und gibt ein Versprechen.

Vor anderthalb Jahren fand die letzte Generalversammlung des Schützengaues Mindelheim ebenfalls in Breitenbrunn statt. Damals verabschiedete Peter Wank, Schützenmeister des Schützenvereins Adler Breitenbrunn, die anwesenden Vereinsvertreter mit den Worten, man sehe sich in vier Wochen, wenn an gleicher Stelle das Gauschießen stattfindet. Daraus wurde bekanntlich nichts, ein erneuter Lockdown sorgte dafür, dass das Gauschießen verlegt und auch sonst sämtliche Wettkämpfe der Sportschützen wie der Rundenwettkampf ausfallen mussten. Nun aber startet man in Breitenbrunn einen neuen Anlauf.

Das Gauschießen soll nun im Frühjahr 2022 in Breitenbrunn stattfinden, allerdings ohne Festzeltbetrieb. Peter Wank hofft nun, dass sich die Gauvereine zahlreich am Schießbetrieb beteiligen. „Wir haben als Verein 2020 große Vorleistungen erbracht, die Schießanlage war aufgebaut und abgenommen.“

Die Absage habe zu großer Enttäuschung bei den Vereinsmitgliedern geführt. Er sei sich nicht mehr ganz sicher, ob Dorf und Verein sich nochmals so eindeutig mit dem Gauschießen identifizieren können. „Aber ich verspreche, dass der Verein alles tut, damit das Gauschießen reibungslos abläuft.“

Nicht nur das Gauschießen in Breitenbrunn war vom Lockdown betroffen

Das Gauschießen war dabei die größte Veranstaltung, die den coronabedingten Einschränkungen zum Opfer gefallen ist. Gauschützenmeister Ludwig Stedele nannte außerdem noch Vereinsjubiläen, die weiterführenden Meisterschaften, der Besuch des Oktoberfest-Landesschießens, das Gau-Seniorenschießen, das Gaudamenschießen und auch die Gaumeisterschaften, die 2020 allesamt entfallen sind.

Noch schlimmer allerdings wirkt das Sportverbot in den Vereinen nach. Denn wegen der fehlenden Schießmöglichkeiten konnten die Schützenvereine keine Nachwuchswerbung betreiben. Das macht sich in der Mitgliederstatistik bemerkbar. War die Entwicklung zum Jahresende 2020 mit neun Mitgliedern weniger auf 4075 Mitglieder noch moderat ausgefallen, so schlagen in diesem Jahr die fehlenden Ein- und Austritte aus. „Die Mitgliederzahl hat sich auf 3984 reduziert“, sagte Stedele. „Besonders der Rückgang in der Schülerklasse fällt ins Auge.“

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Gau Mindelheim will seine Vereine finanziell entlasten

Um für die Vereine eine Erleichterung zu schaffen, hat der Gauvorstand beschlossen, die Beiträge für das Jahr 2021 in der Schüler-, Jugend- und Juniorenklasse zu übernehmen und hier die Vereinen um rund 5600 Euro entlastet. „Früher haben wir die Startgelder bei Bezirkswettkämpfen übernommen. Diese sind im vergangenen Jahr aber ja ausgefallen“, sagte Stedele. Er rief die Vereine dazu auf, jetzt wieder verstärkt in die Jugendarbeit zu investieren. Außerdem sank die Zahl der Mitgliedsvereine auf 35. Denn zum Jahresende 2020 hat sich der Schützenverein „Krone“ Mindelheim aufgelöst.

Termine Für die kommende Schießsaison stehen einige Termine und Höhepunkte bereits fest: der Fünf-Gaue-Pokal in Türkheim im November, die Gaumeisterschaften 2022, das Bundesliga-Finale der Sportschützen in Ulm im Februar 2022, die Messe „Jagen und Fischen“ in Augsburg mit der bayerischen Meisterschaft der Bogenschützen im Januar 2022 und – ebenfalls im Januar – der geplante Stammtisch der Vereinsschützenmeister im Gau Mindelheim. Der Gauball wird am 8. Oktober 2022 in Unterkammlach stattfinden.

Rundenwettkampfleiter Joachim Wiedemann gab die Termine für den Rundenwettkampf bekannt und bedauerte, dass sich einige Mannschaften zurückgezogen haben. Hierzu hatten zwei Vereinsvertreter Anmerkungen zu den vorgegebenen Regeln. Was passiert, wenn im Schützenheim die 2G-Regel gilt und es dennoch ungeimpfte Schützen gibt? Darauf habe der Gau keinen Einfluss, erklärten Wiedemann und Stedele. „Vereine, bei denen ein Wettkampf nur unter 2G-Regeln möglich ist, sollen sich rechtzeitig beim Rundenwettkampfleiter melden“, so Stedele. Dann könne man im Vorfeld drohende Schwierigkeiten abfedern.

Neuwahlen Für den gestorbenen bisherigen Kassenprüfer Albert Ried wurde ein Nachfolger gewählt. Einstimmig wurde Winfried Bräckle als zweiter Kassenprüfer gewählt.

Ehrungen Für langjährige Mitarbeit zeichnete der Gau Mindelheim folgende Mitglieder aus: Peter Hämmerle (Hubertus Bronnen), Reinhold Laur (Hubertus Oberrieden), Hannelore Immerz (Hubertus Unterauerbach) erhielten die Ehrennadel des BSSB „in Anerkennung“. Ferner wurde Winfried Miller (Hubertus Bronnen) für seine 49-jährige Tätigkeit als Kassier des Vereins mit der Goldenen Ehrennadel des BSSB ausgezeichnet.

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