Eishockey

23.01.2018

Schlafmützigkeit wird bestraft

Einer jubelt, drei schauen bedröppelt: Der EV Bad Wörishofen um Mario Kozlovsky, Torhüter Andreas Nick und Dominic Weis (von links) wenden sich ab, während der Stürmer der EA Schongau seinen Treffer bejubelt. Am Ende sollte es 2:9 aus Sicht des Unterallgäuer Landesligisten stehen.
Bild: Andreas Lenuweit

Dem Bayernligisten aus Schongau reichen gegen den EV Bad Wörishofen 120 Sekunden im Mitteldrittel, um die Partie zu entscheiden. Die Moral der Wölfe stimmt jedoch.

„Wir wollen die Bayernligisten etwas ärgern und hinter Klostersee der beste Landesligist in dieser Verzahnungsgruppe sein.“ Diese Ziele gab Andreas Schweinberger, Trainer des EV Bad Wörishofen, vor dem Start der Verzahnungsrunde aus. Nach den ersten zwei Spielen zeigt sich, dass dieses Vorhaben äußerst schwer werden dürfte.

Schon am Freitagabend, als sich die Wörishofer statt des erhofften Erfolges in Fürstenfeldbruck mit einer 0:2-Niederlage gegen den Landesligakonkurrenten wieder auf den Heimweg machen mussten, zeigte sich, dass die Trauben doch einigermaßen hoch hängen. Der Sonntag, an dem die Wölfe den Bayernligisten EA Schongau zu Gast hatten, bestätigte dies. Zwar legten die Wölfe einen gewohnt konzentrierten Start hin und erarbeiteten sich auch gute Möglichkeiten, doch nach der besten Chance durch Florian Döring gelang Milan Kopecky (19.) aus einem Konter heraus der erste Treffer für die Gäste. Keine Minute später zeigte der Schiedsrichter eine Strafe gegen die Wölfe an, aus dem folgenden Gerangel vor Andreas Nick im Tor stocherte Markus Jänichen (20.) die Scheibe zum 0:2-Pausenstand ins Netz.

An und für sich ist ein 0:2-Rückstand im Eishockey durchaus aufzuholen. Nicht aber, wenn man sich gleich zu beginn des zweiten Drittels eine derartige Schaffenspause gönnt, wie es die Wölfe getan haben. Binnen 120 Sekunden, zwischen der 23. und 24. Minute, durften die Schongauer gleich drei Mal jubeln: Marius Klein, Markus Waldvogel und Fabian Magg erhöhten auf 5:0. Und weil es knapp zehn Minuten später gleich den nächsten Doppelschlag durch Simon Fend und Markus Waldvogel (32.) gab, war das Spiel entschieden. So gingen frustrierte Wölfe mit einem 0:7-Rückstand in die zweite Pause. In dieser versuchte Andreas Schweinberger seine Mannen nochmals zu motivieren – und stieß offenbar auf offene Ohren. Denn im Schlussdrittel zeigte die Mannschaft trotz des Rückstands, warum sie in der Aufstiegsrunde dabei sind. Peter Brückner spielte mit Marius Dörner und Florian Kaiser den ansonsten souverän auftretenden Christoph Lohr im Gehäuse der Gäste aus und verkürzte auf 1:7 (42.). Doch die aus dieser Gruppe bestplatzierten Bayernligisten demonstrierten erneut ihre Lauf- und Passstärke mit zwei weiteren Treffern von Markus Jänichen (43.) und Marius Klein (44.). Obwohl das Spiel entschieden war, hielten die Wölfe weiter dagegen und kamen noch einmal zum Torerfolg. Sie überraschten in Unterzahl den inzwischen eingewechselten Dennis Schlickenrieder im Schongauer Tor nach einem Bully mit einem Schlagschuss von der blauen Linie, den Bastian Hitzelberger einnetzte (47.). Am Ende blieb es beim verdienten 9:2-Sieg des Bayernligisten und einem enttäuschenden Auftaktwochenende für die Wölfe.

Ob sich das Tabellenbild – der EVW liegt an letzter Stelle – in der kommenden Woche ändert, ist fraglich. Denn dann stehen die Spiele gegen den Bayernligisten EV Pegnitz sowie den Topfavoriten EHC Klostersee an.

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