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Fußball

08.10.2016

Schöneberg geht ohne Wöss ins Derby

Überraschende Trennung: Wolfgang Wöss ist nicht mehr Trainer des Kreisligisten SV Schöneberg.
Bild: Andreas Lenuweit

Kreisligist SV Schöneberg trennt sich vom Trainer – und schweigt über die Gründe. Und das ausgerechnet vor dem prestigeträchtigen Heimspiel am Sonntag gegen den TSV Mindelheim.

Eigentlich hätte an dieser Stelle die Geschichte zweier Polizisten stehen sollen: Wolfgang Wöss und Mario Spendel. Beide hatten im Sommer mit der Auswahl des Polizeipräsidiums Schwaben Südwest bei der bayerischen Polizeimeisterschaft den vierten Platz belegt. Am Sonntag nun sollte der eine Polizeihauptmeister als Trainer des SV Schöneberg auf den anderen Polizeihauptmeister und Torwarttrainer des TSV Mindelheim treffen.

Doch daraus wird nun nichts. Denn am Mittwochabend wurde Wolfgang Wöss noch vor dem Training in Schöneberg von seinen Aufgaben entbunden. Zu den Gründen wurde von Vereinsseite auf Nachfrage keine näheren Angaben gemacht. Auch Wöss fiel nach eigener Aussage aus allen Wolken. Die Standardfloskel von der „Trennung in beiderseitigem Einvernehmen“ scheint demnach nicht ganz so zu stimmen. „Ich bin lange genug dabei und weiß, dass so etwas passieren kann“, sagt Wöss. „Aber dennoch bin ich überrascht und enttäuscht. Vor allem der Zeitpunkt ist für mich absolut nicht nachvollziehbar.“

Auch der Abteilungsleiter der Schöneberger, Roland Zellhuber, sieht den Zeitpunkt als nicht gerade glücklich: „Aber so etwas ist immer schwierig.“ Er wird nun zusammen mit dem aktuell Rot-gesperrten Kapitän Christoph Lachenmayer die Mannschaft interimsmäßig betreuen. Die erste Bewährungsprobe steht nun am Sonntag an. Dann kommt der TSV Mindelheim nach Schöneberg. „Selbst wenn bei uns alle Mann da wären, wäre Mindelheim der Favorit“, sagt Zellhuber und gibt sich zugleich kämpferisch: „Es ist ein Derby und da ist alles offen. Es haben schon viele Teams versucht, bei uns etwas zu holen.“

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Angesichts der jüngsten Ergebnisse dürfte es jedoch fraglich sein, ob die Mindelheimer sich als klarer Favorit sehen. Am vergangenen langen Wochenende setzte es zwei Niederlagen (0:4 gegen Germaringen, 1:3 gegen Buxheim). „Wenn man in 48 Stunden sieben Gegentore kassiert, dann hat man versagt“, findet TSV-Trainer Marco Henneberg klare Worte. Er will nun in Schöneberg eine Reaktion seiner Mannschaft sehen. „Wir sind uns jetzt drei Monate lang in den Armen gelegen, jetzt will ich sehen, auf wen ich mich verlassen kann“, sagt er und kündigt für Sonntag personelle Wechsel an. Der Trainerwechsel in Schöneberg spiele für ihn keine Rolle: „Ich kannte den alten Trainer nicht und kenne auch den neuen nicht. Von daher muss es uns egal sein.“

Der TSV Kammlach (8.) gastiert am Sonntag in Fellheim (7.). Vier Punkte trennen die beiden Teams. In der vergangenen Spielzeit gab es zwei klare Sieger: Einmal siegte Fellheim mit 4:0, einmal Kammlach mit 4:1.

Kreisklasse Allgäu 2 Beinahe wähnte man sich beim TSV Mittelneufnach wieder in der Spur: Da hatte der Aufsteiger nach sieben Niederlagen am Stück am achten Spieltag in Mattsies den ersten Sieg gefeiert, dann eine Woche darauf dem Spitzenteam aus Amberg ein Remis abgetrotzt – und dann das: In Türkheim gingen die Mittelneufnacher mit 0:4 unter. „Wir haben verdient verloren“, sagt Trainer Werner Mayer. „Vielleicht war der Leistungsverlust an diesem Wochenende einfach zu groß für meine junge Mannschaft“, mutmaßt Mayer.

Sechs Punkte Rückstand hat seine Elf nun schon auf Platz zwölf. Und am Sonntag kommt der SV Oberegg, der am Doppelspieltag zuletzt die bestmögliche Ausbeute geholt hat: ein 5:0-Sieg in Oberrieden und ein 4:1-Erfolg zuhause gegen den SC Eppishausen. „Die letzten zwei Spiele waren sehr gut, wir sind in der Spur“, sagt SVO-Trainer Stefan Kröger. Allerdings muss er in den kommenden Monaten auf zwei Spieler verzichten: Peter Müller und Markus Preißinger haben sich binnen drei Wochen jeweils das Kreuzband gerissen.

Die punktgleichen Spitzenreiter, FSV Amberg und FSV Dirlewang, haben beide am Wochenende ein schweres Auswärtsprogramm: Dirlewang tritt am Samstag in Buchloe (6.) an, Amberg gastiert beim SV Mattsies (3.).

A-Klasse Allgäu 2 Vom Aufsteiger zum Gejagten: Der SV Bedernau führt nach zehn Spieltagen die Tabelle an und will diesen Platz möglichst lange verteidigen. Am Sonntag kommt mit dem FC Rammingen (4.) gleich eine echte Herausforderung für das Team von Spielertrainer Christian Landsperger.

Verfolger Türkiyemspor Mindelheim empfängt den TSV Ettringen (7.) und will mit einem Sieg zumindest den Abstand zu Rang drei und damit Olympia Neugablonz 2 halten. Sollte Bedernau straucheln und Mindelheim bei einem eigenen Sieg wieder ganz vorne stehen, hätte man bei Türkiyemspor sicher nichts dagegen.

B-Klassen Wenn es eine Liga gibt, die die Dominanz der ersten Mannschaften gegenüber den Reserveteams beweist, dann ist es die B-Klasse Allgäu 9: Hier liegen die drei „Ersten“ des FC Loppenhausen, TSV Pfaffenhausen und SC Unterrieden nicht nur auf den ersten drei Plätzen. Zwischen Unterrieden und Rang vier stehen gar schon fünf Punkte – und das trotz der bislang drei Niederlagen des SCU.

Ganz vorne liefern sich Loppenhausen und Pfaffenhausen ein allwöchentliches Wettschießen. Der aktuelle Stand weist Loppenhausen mit 73:2 Toren und Pfaffenhausen mit 66:6 Toren aus. Dass beide Teams noch keinen Punkt abgegeben haben, ist beinahe zwangsläufig. „Wir steigen auf, genauso wie Pfaffenhausen und Unterrieden“, sagte Loppenhausens Trainer Besim Miroci nach dem 4:0-Sieg seiner Mannschaft gegen den SC Unterrieden. „Aber wir wollen als Erster aufsteigen. Deswegen gehen wir motiviert in jedes Spiel.“ Für die kommenden Gegner TV Waal 2 (in Loppenhausen) und SV Tussenhausen 2 (in Pfaffenhausen) sind das keine schönen Aussichten.

Ähnlich sieht es in den B-Klassen 10 und 11 aus. Auch hier führen die ersten Mannschaften die Liga an, auch hier geht es zwischen diesen Trios praktisch nur um die Frage, wer als Meister in die A-Klasse aufsteigt.

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