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Jugendfußball

12.03.2013

Spieler werden zum Schiedsrichter

Foul oder nicht Foul: Diese Frage müssen die F3-Junioren der beiden Gruppen Mindelheim und Memmingen ab sofort selber klären. Denn sie spielen ohne Schiedsrichter.
Bild: Archivfoto: Peter Roth

Die Fußballgruppe Unterallgäu beschließt für den F-Juniorenbereich die Einführung einer sogenannten Fair-Play-Liga. Die soll ohne Schiedsrichter auskommen.

Foul oder nicht? Eckball oder Abstoß? Fragen, die bislang immer ein Unparteiischer auf dem Fußballfeld klären musste, sollen in der neuen Spielzeit die jüngsten Kicker im Unterallgäu selbst beantworten. Denn auf der Halbzeittagung des Unterallgäuer Jugendfußballs in Breitenbrunn teilten die beiden Jugendspielleiter Martin Lauer und Karl Haag den anwesenden Vereinsvertretern mit, dass diese sogenannten Fair-Play-Ligen für die F3-Junioren-Gruppen Mindelheim und Memmingen kommen werden.

Ein Jahr ist es nun her, dass im Fußballbezirk Schwaben dieses Pilotprojekt gestartet wurde. Nun sei es also auch im Unterallgäu an der Zeit. „Wir haben uns lange gesträubt, solche Ligen einzuführen, doch jetzt können wir nicht mehr aus“, sagte Karl Haag. Schon der akute Schiedsrichtermangel begrüße diese Spielweise. Denn künftig wird kein Schiedsrichter die Spiele leiten und die Zuschauer sollen einen Abstand von 15 Metern zum Spielfeldrand einhalten, damit die Kinder durch die vielen Rufe der Eltern nicht gestört werden. Die Betreuer der jeweiligen Mannschaften dürfen sich nicht einmischen und sollen in einer Coaching-Zone am Spielrand stehen. Die Kinder entscheiden selbst, wann es Freistoß oder Eckball gibt. Der ebenfalls anwesende Kreisjugendleiter Karl Heinz Giegerich brachte es dann auf den Punkt: „Ich finde es eine gute Idee, da das Problem von Fehlverhalten der Trainer und Betreuer etwas eingedämmt wird.“ Nun werden die F3-Junioren Memmingen und Mindelheim mit der Zeit gehen und diese neue Form ausprobieren.

Die Einführung dieser Fair-Play-Ligen führte bei den Vereinsvertretern jedoch zu einigen Fragen. Wie man denn den 15-Meter-Abstand einhalten solle. „Es wird sicher nicht penibel genau nachgemessen. Wichtig ist, dass die Zuschauer einen eindeutigen Abstand zum Spielfeld einhalten“, sagte Lauer. Und was, wenn es im Spiel nun doch zu Unstimmigkeiten zwischen den Teams kommt? „Dann entscheidet der Betreuer der Heimmannschaft“, klärte Lauer auf.

Was sonst noch auf der Jugendspielgruppentagung in Breitenbrunn diskutiert wurde, lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Mindelheimer Zeitung.

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