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19.07.2010

Staubige Rückkehr

Memmingerberg Bei hervorragenden äußeren Bedingungen fand das traditionelle Memminger Grasbahnrennen statt. Nach fast 50 Jahren Abstinenz richtete der AMC Memmingen die Veranstaltung wieder auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände aus. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Allgäu Airport knatterten vor 3500 Zuschauern stundenlang die Motoren der Rennmaschinen. Insgesamt 30 Läufe wurden gefahren. Am Ende gab es ein mit Spannung erwartetes Finale.

Sechs Grand-Prix-Piloten am Start

Die Teilnahme von sechs Grand-Prix-Piloten unterstrich, dass es sich um ein herausragendes Motorsportereignis in Süddeutschland handelte. Die Besucher am Rande des großen Ovals kamen auf ihre Kosten. Weil die Zuschauerabgrenzung nur rund drei Meter von der Lehm-Humus-Bahn entfernt war, konnten die Fans ihre Fahrer aus nächster Nähe erleben. Wer im Kurvenbereich stand, bekam nicht selten vom Fahrerfeld aufgewirbelten Untergrund ins Gesicht geschleudert. Mit anderen Worten: Die Zuschauer waren in der ursprünglichsten Bedeutung des Wortes "hautnah" dabei.

"Die Atmosphäre ist wunderbar", fand Bayerns ehemaliger Landwirtschaftsminister Josef Miller. In der Klasse "B-Solo" fuhr eine Frau allen Männern davon: Nadine Fränk begeisterte das Publikum mit einem überlegenen Start-Ziel-Sieg. Der Memminger Thomas Kunert gewann die Seitenwagen-Klasse zusammen mit seinem Partner Marcus Eibl.

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Richard Speiser, der sich im Vorfeld klar den Sieg zum Ziel gesetzt hatte, verpasste diesen nur knapp. In der Klasse "A-Solo" musste der Börwanger lediglich dem deutschen Speedway-Meister Martin Smolinski den Vortritt lassen. Smolinski erhält sein "Tuning" übrigens von Vierfach-Weltmeister Robert Barth aus Memmingen. Dritter wurde Jörg Tebbe. Strahlender Gewinner in der Klasse "Enduro" war Sigurd Waldmann.

Während die Fahrer dem Rausch der Geschwindigkeit frönten, war auch abseits der Rennstrecke einiges geboten. So konnten die Zuschauer Einblicke ins Fahrerlager erhaschen. "Ich bin mit dem Tag sehr zufrieden. Was den sportlichen Wert der Veranstaltung angeht, so ist keine Steigerung mehr möglich", bilanzierte der AMC-Vorsitzende Alois Müller. Einer Neuauflage des Grasbahnrennens am Standort "Allgäu Airport" stehen die Veranstalter positiv gegenüber.

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