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Bogenschießen

06.09.2019

Storchenturnier: In Pfaffenhausen wird genau gezielt

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Der BSV Pfaffenhausen richtete erneut sein Storchenturnier für Bogenschützen aus. Und 64 Teilnehmer aus ganz Schwaben zielten einen ganzen Tag lang um die Wette.
Bild: Ulla Gutmann

Der BSV Pfaffenhausen kann zu seinem Storchenturnier wieder zahlreiche Bogenschützen begrüßen. Ein WM-Teilnehmer steht während des Turniers aber am Grill.

64 Bogenschützen traten beim Storchenturnier in Pfaffenhausen an, um sich mit den anderen zu messen in den Disziplinen Recurve, Compound, Blank- und Langbogen. Das Storchenturnier findet traditionell immer am 1. September statt und auch diesmal hatten sich die Pfaffenhausener richtig viel Mühe gegeben, den Gästen eine angenehme Wettkampfatmosphäre zu bieten und für beste Verpflegung zu sorgen.

Dazu hatten die Pfaffenhausener viele Storchenpokale mit Schleifchen und Gummibärchentüten vorbereitet und noch vier Metallstörche am Stab, ebenfalls mit Süßigkeiten dekoriert, für die besten Mannschaften. Gleichzeitig schossen immer jeweils 32 Schützen je 30 Pfeile auf drei verschiedene Distanzen, jeder Schütze 90 Pfeile gesamt. Nur die vier teilnehmenden Schüler schossen immer auf dieselbe Distanz, 18 Meter. Bei den Bogenarten Compound und Recurve wurde auf Scheiben im Abstand von 60, 50 und 40 Meter geschossen, bei den „Blankschützen“ mit den Jugendlichen auf Entfernungen von 40, 30 und 25 Meter.

In Pfaffenhausen darf über drei Distanzen geschossen werden

Der Einfachheit halber versetzten die Pfaffenhausener Organisatoren die Schießlinie, wo die Schützen stehen, und nicht die großen Holzständer mit den Schießscheiben. Wie Thomas Schröter vom BSV verriet, kommen die Schützen gerne, denn drei Distanzen sind eher selten bei Turnieren, „Das sind einfach neue Herausforderungen und sorgt für Abwechslung.“ Die Schützen kamen aus Thannhausen, Augsburg, Hohenraunau, Kempten, Isny, Günzburg, Höchstädt, Lindach, Heimertingen, Sittenbach oder Laupheim.

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Bogenschützen erobern Pfaffenhausen
Bild: Ulla Gutmann

Vom Pfaffenhausener BSV war nur Leonie Schedel dabei. Sie startete in der Schülerklasse mit dem Recurvebogen und belegte den ersten Platz. Alle anderen Mannschaftsmitglieder waren eingesetzt bei der Gästebetreuung und Organisation. Domenic Kiehl, Sieger bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin und 17. bei der Jugend WM in Madrid etwa war als Schnitzelkoch im Einsatz und später als Moderator bei der Siegerehrung. „Eine super Stimmung war in Madrid bei der WM“, erzählte er, und dass er froh um seine Englischkenntnisse war, denn ohne würde man sich schon sehr schwertun.

Ein Dauergast in Pfaffenhausen kommt aus Augsburg

Andreas Dinnebier vom BSC Augsburg kommt jedes Jahr zum Storchenturnier nach Pfaffenhausen. Wie viele andere Bogenschützen pflegt auch er vereinsübergreifende Freundschaften. Als Qualitätsmanager sitzt er beruflich den ganzen Tag im Büro und ist froh beim Sport im Freien zu sein. „Ich nutze den Sport, um runterzukommen“, erzählt er. Es sei ein „Mentalsport“, der technisch anspruchsvoll ist und volle Konzentration fordert. Bei der Siegerehrung bekommt er zwar keinen Pokal, doch Diana Kiehl überreicht ihm einen kleinen Metallstorch mit Gummibärchen für die langjährige Freundschaft und Treue zum Storchenturnier.

Die jüngste Schützin war sieben Jahre alt und auch Senioren waren dabei, Frauen so viele wie Männer, eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, die alle viel Spaß hatten. Bogenschießen verbindet, und alle freuen sich aufs nächste Turnier, wo man sich wieder trifft, um zusammen Sport zu machen.

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