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Fußball

29.11.2017

Trikots waschen sich nicht von selbst

Bezirksehrenamtsreferent Günther Brenner (vorne rechts), Bezirksvorsitzender Johann Wagner (hinten links), Kreisehrenamtsbeauftragter Peter Wassermann (Zweiter von links) und Kreisvorsitzender Benjamin Adelwarth (hinten rechts) gratulierten den zehn Geehrten aus dem Fußballkreis Allgäu: (hinten weiter von links) Rainer Schalk, Gerhard Schaffrath, Thomas de Paly, Peter Schuppe, (vorne von links) Alexander Meßlang, Georg Mösle, Gerhard Sauter, Armin Mayr, Richard Bihler, Georg Bessler.
Bild: müsa

Zum 19. Mal vergibt der Bayerische Fußballverband den „Lebensoscar“ an langjährige und verdiente Ehrenamtler. In Rammingen werden dabei 42 Schwaben geehrt

„Ein Tag voller Ehrengäste“, mit diesen Worten begrüßte Moderator und Kreisvorsitzender des Allgäus, Benjamin Adelwarth, beim alljährlichen Ehrenamtstag des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) im Gasthaus Stern in Rammingen die Gäste. Damit meinte er nicht nur die vielen Ehrengäste des Fußballsportes und der Politik, wie der Unterallgäuer Landrat Hans-Joachim Weirather und Rammingens Bürgermeister Anton Schwele, sondern auch die vielen guten Seelen der schwäbischen Vereine, ohne die es den Fußballsport nicht so geben würde, wie er heute ist.

Die Liste ist lang, was die vielen Ehrenamtlichen täglich oder wöchentlich für ihren Verein leisten. Die 42 Geehrten wirkten oft jahrzehntelang überall mit, wo sie gebraucht wurden. Ganz egal ob bei Organisation von Veranstaltungen, Altpapiersammlungen, Bewirtung der Sportheime, Reinigung der Trikots oder Hausmeistertätigkeiten. Auch Aufgaben wie Abteilungsleiter, Platzwart, Schiedsrichter, Trainer, Vorstand oder Pressereferent gehören ebenfalls zum Repertoire der vielen Ehrenamtlichen und gerade im Jugendbereich ist der tägliche Einsatz unentbehrlich.

Dem BFV ist die Verleihung des DFB-Sonderpreises, dem sogenannten „Lebensoscar des Fußballsports“, eine Herzenssache. Immerhin findet diese Auszeichnung mittlerweile zum 19. Mal statt. „Ihr wirkt alle im Stillen und oft im Hintergrund der Vereine mit, ganz ohne Presserummel und Blitzlichtgewitter“, sagte Bezirksehrenamtsreferent Günther Brenner bei seiner Ansprache. Eine ehrenamtliche Tätigkeit sei ein entscheidendes Puzzlespiel im Vereinsleben, mitunter bei der Charakterbildung der Menschen und somit aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. „Ehrenamt soll keine Last sein, sondern eine Quelle, aus der wir schöpfen können“, so Brenner weiter.

Danach wurden die insgesamt 42 Geehrten aus den drei Kreisen Allgäu, Augsburg und Donau durch Günther Brenner, Bezirksvorsitzenden Johann Wagner und den Kreisehrenamtsbeauftragen Till Hofmann, Peter Wassermann und Josef Wiedemann mit dem DFB-Sonderpreis, einer hochwertigen Armbanduhr, ausgezeichnet.

Thomas de Paly vom TSV Ettringen freute sich sehr über diese Auszeichnung. Er war lange als Junioren- und Torwarttrainer sowie Betreuer von 1997 bis 2010 tätig. Davor spielte er sowohl in der ersten, zweiten und der AH-Mannschaft. De Paly engagierte sich besonders bei der 100-Jahr-Feier des Vereins. Er half bei der Pflege und dem Erhalt des Sportheims sowie bei der Gestaltung der Sportanlage tatkräftig mit. „Ich habe das komplette Sportheim allein runtergestrichen“, erzählt er. Auch bei der Terrassenerneuerung war Thomas de Paly dabei. Daneben unterstützte er seine Ehefrau Helga, die als erste Vorsitzende fungierte. Seit 2016 engagiert er sich nicht nur als Hausmeister, sondern ist auch als Beisitzer im Vorstand tätig.

Zum Abschluss wurde in einer kurzen Talkrunde, geführt von Till Hofmann (Kreisehrenamtsbeauftragter des Kreises Augsburg), die genaue Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit noch einmal richtig deutlich. Edeltraud Singbartl (SV Freihalden), Martha Pfaffenzeller (TSV Friedberg) und Gerhard Schaffrath (BSC Wolfertschwenden) gaben ihre persönliche Beziehung zum Verein wieder. Schicksalsschläge und die Familien hätten sie ehrenamtlich immer geprägt. „Der Verein gehört schon seit Kindesalter zu meinem Leben“, sagte Edeltraud Singbartl und auch Gerhard Schaffrath betonte, dass „Ehrenamt Spaß macht“, trotz der Hochs und Tiefs ginge es immer weiter. Dafür erntete er viel Applaus. Martha Pfaffenzeller hat nach dem Tod ihres Mannes im Verein die Kraft gefunden: „Ich lebe in einer tollen Gemeinschaft, wenn ich Hilfe brauche, bekomme ich sie sofort und das bestätigt mich immer wieder, was ich für den Verein mache.“ Auch das brisante Thema „Trikotwäsche“ wurde angesprochen und sorgte für heitere Minuten, denn Martha Pfaffenzeller stellte sofort klar: „Im Winter, wenn es draußen dreckig ist, gibt es einfach schwarze Hosen und Stutzen – dafür sorge ich.“

„Sie sind diejenigen, die die Vereine am Leben erhalten“, bedankte sich Walter Pache vom Sparkassen-Bezirksverband-Schwaben, die schon seit Jahren Sponsor der Veranstaltung sind, bei den Geehrten. Johann Wagner dankte Walter Pache, der ab nächstes Jahr in Ruhestand ist, für seinen Einsatz und überreichte zum Dank einen Geschenkkorb. Pache sicherte für die nächsten Jahre die weitere Unterstützung zu. (müsa)

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