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Volleyball

07.04.2020

Türkheim bleibt oben - dank der Corona-Krise

Die erste Mannschaft des SVS Türkheim wird in der kommenden Saison wieder in der Regionalliga antreten.
Bild: Andreas Lenuweit

Plus Nachdem die Corona-Krise die Spielzeit vorzeitig beendet hat, steht nun fest, wie es in den einzelnen Ligen weitergeht. Dem SVS Türkheim beschert das den Klassenerhalt.

Seine Chance auf den Klassenerhalt in der Volleyball-Regionalliga war minimal: Der SVS Türkheim belegte nach 17 von 18 Spieltagen den vorletzten Platz und hatte 18 Punkte auf dem Konto. Im letzten Saisonspiel hätte es – bei Schützenhilfe der Konkurrenz – einen glatten Sieg gebraucht, um den Sprung in die Relegationsränge zu schaffen. Gegner in diesem letzten Spiel wäre der Meister und Aufsteiger aus Marktredwitz gewesen.

Dann kam die Corona-Krise. Zunächst wurden die Spiele abgesagt, dann vom Volleyballverband die Saison für beendet erklärt. Dabei blieben die Frage nach den Auf- und Abstiegen zunächst ungeklärt. Doch schneller als manch andere Sportverbände einigte man sich in Volleyball-Deutschland auf folgende Regelungen:

Meisterschaft Die Mannschaften, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs eindeutig und sportlich nicht mehr änderbar als Tabellenerster feststehen, sind Meister der jeweiligen Liga. Alle weiteren Meistertitel werden nicht vergeben.

Relegation Die Relegationsspiele finden in diesem Jahr nicht statt.

Auf- und Abstieg Mannschaften, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs als Auf- bzw. Absteiger rechnerisch feststehen, steigen auf oder eben ab. Mannschaften, die rechnerisch noch einen Aufstiegsplatz erreichen könnten, erhalten ein Aufstiegsrecht. Bis zum 30. April müssen sie nun entscheiden, ob sie dieses wahrnehmen wollen. Das betrifft etwa die zweite Herrenmannschaft des SVS Türkheim, die in der Bezirksliga punktgleich mit dem Tabellenzweiten TSV Königsbrunn auf Rang drei steht.

Teams auf einem Abstiegsplatz, die jedoch noch rechnerisch einen Nichtabstiegsplatz erreichen können, verbleiben in dieser Spielklasse. Das betrifft etwa die erste Mannschaft des SVS Türkheim in der Regionalliga. Allerdings greift dann in der darauffolgenden Saison 20/21 ein „verschärfter“ Abstieg: Dann müssen die letzten vier Mannschaften direkt absteigen, um die Liga wieder auf die Sollstärke von zehn Mannschaften zu bringen.

Ein Aufstieg der zweiten Mannschaft ist noch fraglich

„Wir werden in der neuen Saison wieder in der Regionalliga spielen“, sagt Kapitän Fabian Scherer. Ob die zweite Mannschaft allerdings den Aufstieg in die Landesliga anstrebt, sei noch nicht sicher. „Das hängt davon ab, wie es personell um die erste Mannschaft bestellt ist“, so Scherer. So könnte es sein, dass einige Spieler aus der zweiten Mannschaft in den Regionalliga-Kader hochgezogen werden, was die Konkurrenzfähigkeit der zweiten Mannschaft bei einem Aufstieg in die Landesliga einigermaßen einschränken dürfte. „Das müssen die beiden Trainer der zweiten Mannschaft entscheiden“, sagt Scherer.

Ob die erste Mannschaft weitere Anleihen aus der zweiten Mannschaft nehmen wird, ist noch unklar. Viel hängt davon ab, wie sich der Regionalligakader für die kommende Saison darstellt. „Wir haben aktuell sechs feste Spieler“, sagt Scherer. Sprich: Es muss sich noch etwas tun.

Möglicherweise kommt ein neuer Trainer

Auch die Frage, ob Spielertrainer Robert Frey noch ein weiteres Jahr in dieser Funktion dranhängt, oder nur als Spieler aufläuft, ist noch nicht geklärt. Aktuell sei man jedoch in Kontakt mit einem potenziellen Trainer, sagt Scherer: „Er würde sogar eine Handvoll Spieler mitbringen.“ In Jubelarien brechen sie in Türkheim deswegen aber nicht aus.

Das hat seinen Grund: „Uns zeichnet aus, dass nahezu die komplette Mannschaft aus Türkheimern besteht.“ Deshalb müsse gewährleistet sein, dass es dann einen gesunden und fairen Konkurrenzkampf geben soll. Eine Entscheidung diesbezüglich sei jedoch noch nicht gefallen, so Scherer.

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