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Volleyball

21.05.2015

Türkheims deutscher Meister

Luis Klimpe (vorne rechts) und der ASV Dachau sind neuer deutscher Junioren-Volleyballmeister.
Bild: ASV Dachau

Luis Klimpe, der im Seniorenbereich für den SV Salamander in der Volleyball-Bayernliga spielt, holt sich mit den U18-Junioren des ASV Dachau den nationalen Titel

So richtig fassen kann es Luis Klimpe immer noch nicht: Deutscher Meister – welch ein Titel. „Es fängt so langsam durch die ganzen Glückwünsche an, dass man es begreift“, sagt der 16-jährige Kaufbeurer über seinen ersten nationalen Meistertitel. Der Schüler wurde nämlich mit den U18-Junioren des ASV Dachau gerade erst deutscher Junioren-Volleyballmeister.

Klimpe, der im Seniorenbereich in der Bayernligamannschaft des SV Salamander Türkheim spielt, holte den deutschen Meistertitel praktisch mit einem „Heimspiel“. Dabei waren sie eigentlich echte Außenseiter, immerhin bestand die Mannschaft zum Großteil aus Spielern, die noch bei den C-Junioren spielen und den meisten Gegnern entsprechend körperlich unterlegen waren. Doch durch Kampfkraft, Professionalität und überragenden Spielwitz glichen die Dachauer dieses Manko aus und zogen nach drei Vorrundensiegen direkt ins Viertelfinale ein.

Hier trafen sie auf das Team vom TV Baden. Wie auch schon im letzten Spiel der Vorrunde folgte einem konzentrierten ersten Satz der Satzausgleich durch Baden. Aber an diesem Tag waren die mental auf den Punkt eingestellten Dachauer zu stark und sie gewannen den dritten entscheidenden Satz mit 15:13.

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Somit trafen sie im Halbfinale auf einen Topfavoriten, den VC Dresden. „Die waren im Schnitt wohl alle 1,95 Meter groß und kommen aus dem Volleyballinternat, wo man acht Mal pro Woche trainiert. Vor denen hatten wir schon Respekt“, sagte Klimpe. Und tatsächlich spielte Dresden im ersten Satz fehlerlos und gewann klar mit 25:17. Doch im zweiten Satz wendete sich aber das Blatt. Nach der Abwehr von zwei Matchbällen entschieden die Dachauer den Satz mit 29:27 für sich und gewannen anschließend auch den alles entscheidenden dritten Satz mit 15:12. „Wie wir gewonnen haben, wussten wir selbst nicht“, sagte Klimpe. „Von da an wussten wir, dass wir es packen können.“

Eine taktische Umstellung von Trainer Sepp Wolf sollte ein weiterer Schlüssel zum Erfolg werden. Er beorderte Klimpe auf die Libero-Position und auf dessen vorige Mittelblockerstelle einen größeren Mitspieler. „Der blockte mehr Bälle als ich“, sagte Klimpe, der auch in Türkheim Libero spielt.

Doch zunächst lagen die Hausherren auch im Endspiel lange zurück. Erst Nationalspieler Jonas Sagstetter, der nach dem Turnier zum besten Spieler gewählt wurde, brachte die Dachauer mit drei Assen wieder ran und legte den Grundstock für den Gewinn des ersten Satzes mit 25:21. Im zweiten Satz spielten sich die Dachauer dann in einen wahren Rausch und machten mit 25:23 die Meisterschaft vor eigenem Publikum perfekt. „Da fällt dann im entscheidenden Moment schon gehörig Druck ab. Schließlich wollten wir ja in eigener Halle das Finale auch unbedingt gewinnen“, beschrieb Klimpe die Gefühlslage nach dem letzten Punkt.

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