Schießen

07.02.2018

Vöhringer gewinnen Bronze

Die Bronze-Mannschaft der Vöhringer Luftgewehr-Schützen mit Daniel Schamel, Michaela Kögel, Joésefin Weber, Hannah Steffen und Trainer Sven Martini (vorne von links), Florian Krumm, Dominik Schwarzer, Robin Baur, Andreas Renz, Alexander Renz und Oleh Tsarkov (hinten von links).
Bild: Leo Menasch

Der SV Pfeil Vöhringen holt bei der deutschen Meisterschaft überraschend Bronze. Ein Schuss verhindert am Ende sogar einen noch größeren Erfolg für Florian Krumm und Co.

Sven Martini dürfte nun die (Schieß-)Welt nicht mehr verstehen. Denn vor der Endrunde um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft war der Trainer der Luftgewehrschützen des SV Pfeil Vöhringen noch davon ausgegangen, dass seine Schützlinge in Paderborn nichts reißen würden. Und dann das: Nach dem Viertelfinalsieg gegen den SSG Kevelaer (3:2) standen die Vöhringer im Halbfinale und hatten eine Medaille im Blick.

„Es war unheimlich aufregend“, sagt Florian Krumm. Der Dirlewanger, der seit zwei Jahren für die Vöhringer Luftgewehrmannschaft schießt und vergangenes Jahr den Aufstieg in die Bundesliga feiern konnte, spricht von einer „tollen Mannschaftsleistung“. Schließlich waren sie als Aufsteiger schon so etwas wie der Außenseiter in diesem Mannschaftsfinale. Auch der Trainer staunte: „Die Leistung ist angesichts der Kulisse von 2000 Zuschauern, die mit Kuhglocken, Rasseln und Ähnlichem mächtig viel Lärm gemacht haben, nicht hoch genug zu bewerten.“ Rund 40 Fans hatten die Vöhringer nach Paderborn begleitet und unentwegt angefeuert.

Das Stechen entscheidet über den Finaleinzug

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Ein einziger Schuss hatte letztlich im Halbfinale darüber entschieden, dass die Vöhringer das Finale verpassten. Sebastian Höfs vom SB Freiheit aus Osterode im Harz zielte im Stechen gegen den Vöhringer Andreas Renz eine Winzigkeit genauer und entschied die Auseinandersetzung mit 3:2 für seine Mannschaft, die damit im Finale stand, während sich das Pfeil-Team mit dem Kampf um Rang drei begnügen musste. „Das war dann schon ein Wechselbad der Gefühle“, beschreibt Krumm die Situation. Auf der einen Seite habe man die Chance auf eine Medaille, auf der anderen Seite war das Finale eben wegen eines Zehntels futsch.

Dennoch konnten die Vöhringer auf ihre Leistung am ersten Wettkampftag stolz sein. Im Viertelfinale gegen den SSG Kevelaer war schließlich das Glück auf ihrer Seite, als Sergei Kamenskiy das Stechen gegen Sergey Richter gewann und damit den 3:2-Erfolg für den Aufsteiger perfekt machte.

Die Vöhringer Punkte im Halbfinale gegen den SB Freiheit holten dann der Ukrainer Oleh Tsarkov (398:395 gegen Alin George Moldoveanu) und Hannah Steffen (397:394 gegen Jolyn Beer), während neben Renz auch Florian Krumm (393:395 gegen Martina Prekel) und Michaela Kögel (392:394 gegen Michaela Thöle) unterlagen. Die SB Freiheit zeigte ihre Stärke dann auch im Finale und holte sich gegen Eichenlaub Saltendorf den Titel.

Das kleine Finale ist eine klare Sache

So blieb es letztlich am zweiten Wettkampftag „nur“ beim Kampf um Bronze. Doch auch den dritten Platz sahen die Vöhringer als Erfolg. „Immerhin sind wir als Aufsteiger ins Finalturnier gegangen“, sagt Krumm. Scheinbar hatten er und seine Teamkollegen das Halbfinal-Aus besser verwunden, als Gastgeber und Titelverteidiger Hubertus Elsen. Denn von Beginn an hatten die Vöhringer Vorteile. Lange bevor die Vöhringerin Hannah Steffen sowie Dirk Steinicke und Lara Quickstern aus dem Paderborner Stadtbezirk ihre letzte Serie beendet hatten, stand bereits der Gesamterfolg der Pfeil-Schützen fest. Oleh Tsarkov (398:395 gegen Peter Hellenbrand), Michaela Kögel (394:393 gegen Dirk Steinicke) und Andreas Renz (391:385 gegen Lara Quickstern) holten die drei für den Erfolg notwendigen Punkte. Florian Krumm verlor sein Duell (393:394 gegen Denise Palberg), Hannah Steffen trennte sich von Nadine Hochgeschurz unentschieden 392:392. Auf ein Stechen wurde verzichtet, weil es am Vöhringer Gesamtsieg eh nichts mehr geändert hätte.

Bei allem Jubel über das Sahnehäubchen auf eine grandiose Saison blicken die Vöhringer Luftgewehrschützen schon voraus. Alle Schützen, also auch die Ausländer, haben signalisiert, dass sie weiter für den SV Pfeil schießen werden.

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