Fußball

11.07.2012

Von wegen Sparringspartner

Als der Ex-Hoffenheimer Carlos Eduardo (am Ball) eingewechselt wurde, war die Messe bereits gelesen: Rubin Kasan führte gegen den FCA II mit 3:0.
Bild: Lenuweit

Rubin Kasan verabschiedet sich mit einem 3:1 gegen Augsburg II aus Bad Wörishofen

Bad Wörishofen Es war vielleicht das erste Mal, dass die U23-Spieler des FC Augsburg nach einem Spiel von jungen Autogrammjägern umringt wurden. Nach dem 1:3 im Testspiel gegen den russischen Pokalsieger Rubin Kasan durften sie sich jedenfalls zurecht wie echte, umschwärmte Profis fühlen. Denn die Mannschaft von Trainer Dieter Märkle erwies sich durchaus als ein echter Härtetest für die russischen Profis um Carlos Eduardo, Nelson Valdez oder Roman Eremenko.

„Vielleicht haben sie uns zu Beginn nicht ernst genommen, nachdem sie gesehen haben, wer da kommt“, mutmaßte Märkle und spielte dabei auf das etwas kuriose Zustandekommen dieses Testspiels an. Ein russischer Fußballagent hatte Rubin nämlich einen Bundesligisten zum Abschluss des Trainingslagers versprochen – ohne sich allerdings allzu früh darum zu kümmern. So war denn auch keine Mannschaft aus der höchsten deutschen Spielklasse zu finden. Schließlich seien die alle selbst im Moment im Trainingslager, wie Axel Morel berichtet. Er organisiert seit Jahren für die AMC Sportmarketing-Agentur Trainingslager und Testspiele für Profimannschaften im süddeutschen Raum. Er organisierte schließlich die Partie gegen den Regionalligisten aus Augsburg – und hoffte, wie auch Kasan darauf, dass der eine oder andere Profi mitkäme.

Jedoch vergeblich. FCA-Trainer Markus Weinzierl sah jedenfalls keine Möglichkeit, seine Lizenzspielermannschaft auf einen Abstecher nach Bad Wörishofen zu schicken. Kein Wunder, spielte doch der FCA gestern Abend in Donauwörth gegen den schottischen Meister Celtic Glasgow. So musste also der Neu-Regionalligist FC Augsburg II in die Bresche springen.

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Das tat die Mannschaft von Trainer Dieter Märkle und Co-Trainer Angelo Pronesti (früher FC Bad Wörishofen) denn auch. Durchaus nassforsch traten die jungen Augsburger auf, spielten teilweise das Pressing, das Rubin gerne gezeigt hätte. Weil Rubin aber trotz der frühen Führung durch einen von Sergey Davydov verwandelten Foulelfmeter (5.) zunächst eine eher lasche Einstellung an den Tag legte – Ex-Bundesligastar Nelson Valdez hätte das Scholl-Prädikat vom „Wund-liegen“ durchaus verdient –, blieb es zur Pause bei dieser knappen Führung.

Die russische Spielkunst blitzte nur kurz auf

Erst im zweiten Durchgang zeigte Rubin seine Klasse. Ein sehenswerter Schuss von Salvatore Bocchetti brachte das 2:0 (50.), ehe Davydov auf 3:0 (56.) erhöhte. Danach wechselte Rubins Trainer Gurban Berdiew auf einen Schlag nahezu die komplette Mannschaft aus. Der Spielfluss war dann trotz eines Carlos Eduardo oder eines Obafemi Martins dahin. Das ermöglichte dem FCA II die eine oder andere Chance. Und kurz vor dem Ende traf Augsburgs Stefan Prunitsch zum 1:3-Endstand. „Mit dem Ergebnis und der Art und Weise, wie es zustande kam, bin ich sehr zufrieden“, sagte Märkle hinterher. Da schrieben seine Spieler schon fleißig Autogramme. (axe)

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