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Eishockey

29.01.2021

Warum die Memminger Indians ihren Erfolg einer Frau verdanken

Starker Rückhalt – auch im Männer-Team des ECDC: Torhüterin Jenny Harß (Mitte) war ein starker Rückhalt beim Sieg gegen den HC Landsberg.
Foto: Siegfried Rebhan

Plus Weil zwei Goalies verletzt sind, hütet derzeit Jenny Harß das Tor des ECDC Memmingen. Sie ist dort jedoch nicht die erste Frau.

Sie war einer der Sieggaranten beim 4:1-Erfolg des ECDC Memmingen gegen den HC Landsberg in der Eishockey-Oberliga Süd der Männer: Nationaltorhüterin Jenny Harß.

Die 33-Jährige, die im Lauf dieser Saison eigentlich zu den Bundesliga-Frauen des ECDC gewechselt ist, wurde bereits zuvor beim Spiel in Regensburg eingewechselt, nachdem sich Goalie Lukas Steinhauer verletzt hatte.

Da sich auch Steinhauers Goalie-Partner Joey Vollmer beim Heimspiel gegen Lindau eine Verletzung zugezogen hatte, vertraute Indians-Coach Sergej Waßmiller auf die Torhüterin der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen. Er wurde nicht enttäuscht: „Jenny hat hervorragend gehalten. Ich bin so stolz auf sie“, sagte Waßmiller über Harß.

Jenny Harß hat selbst nicht damit gerechnet

Und was sagte sie selbst nach ihren ersten Einsätzen für die Indians-Männer in der Oberliga? Auf Anfrage unserer Redaktion äußerte sich Jenny Harß wie folgt: „Ich habe nicht mit einem Einsatz bei den Männern gerechnet, weil Memmingen mit Steinhauer und Vollmer zwei absolute Top-Torhüter hat. Aber mit Verletzungen kann es im Sport manchmal schnell gehen.“

Harß ist indes nicht die erste Frau, die in Memmingen im Tor der Männermannschaft steht: So setzte der ECDC bereits im Jahr 2013, damals noch in der Bayernliga, Franziska Albl beim Spiel in Regen ein, das er seinerzeit mit 5:3 gewann. Damals bildeten Martin Niemz und Alex Reichlmeir das Torhüter-Duo der Indians, beide waren damals aber außer Gefecht. Und so machte „Franzi“ Albl das, was beim Eishockey längst keine Seltenheit mehr ist: Sie hütete das Tor des Männer-Teams – und überzeugte auf ganzer Linie. So wie jetzt Jenny Harß.

Am Freitag kommen die Starbulls Rosenheim nach Memmingen

Ob sie im Heimspiel am Freitag gegen die Starbulls Rosenheim (20 Uhr) auch wieder auf dem Eis steht, ist noch nicht sicher. Joey Vollmer wird den Indians noch mehrere Spiele fehlen. Ob Lukas Steinhauer gegen sein früheres Team schon wieder einsatzfähig ist, war am Donnerstag noch unklar. Auf der Suche nach einer Ergänzung zu Jenny Harß haben die ECDC-Verantwortlichen auch bereits ihre Fühler auf dem Transfermarkt ausgestreckt – bis Mitte der Woche allerdings ohne Ergebnis.

Gegen das Spitzenteam aus Rosenheim benötigen die Indians am Freitagabend als Neunter eine starke Teamleistung, um sich Hoffnung auf Punkte machen zu können. Die von John Sicinski trainierten Rosenheimer gelten bereits seit Jahren als Meisterschaftsfavorit. In dieser Saison scheinen sie den eigenen Anspruch auch voll zu erfüllen. Ein starker und ausgeglichener Kader sorgt bei den Oberbayern im Moment für den dritten Platz, nur knapp hinter Regensburg und Selb.

Bei den Indians kehrten unter der Woche mit Philipp de Paly und Sven Schirrmacher zwei wichtige Akteure in den Kader zurück, die wohl am Freitag auch im Aufgebot stehen werden. Donat Peter fällt hingegen aller Voraussicht nach für beide Partien aus. Somit ruhen die Hoffnungen auf der wieder kompletten Defensive der Indians sowie auf Torjäger Myles Fitzgerald, der in seinen bislang zwei Spielen für die Rot-Weißen herausragende fünf Treffer erzielt hat. (mit mz)

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