Fußball

04.07.2017

Wenig Karten, viel Lob und Ehre

Ex-Profi Franz „Bulle“ Roth (vorne, Fünfter von links), Kreisvorsitzender Benjamin Adelwarth (vorne, Dritter von links), Spielleiter Polykarp Platzer (hinten rechts) sowie die Sponsoren Anton Jall von der Genobank Unterallgäu (vorne, Zweiter von links), Walter Eberhard (vorne links) und Erwin Schilling (vorne rechts) von der Raiffeisenbank Pfaffenhausen gratulierten den Vertretern der fairsten Fußballmannschaften aus dem Unterallgäu.
Bild: Axel Schmidt

In Breitenbrunn werden die fairsten Mannschaften aus dem Unterallgäu ausgezeichnet.

„Was spielt’s ihr? Fußball? Echt!?“ Der ehemalige Bayern-Star Franz „Bulle“ Roth konnte es gar nicht recht glauben, als BFV-Kreisvorsitzender Benjamin Adelwarth die Kartenstatistik der Siegermannschaften beim Fairplay-Wettbewerb verlas.

Die nämlich war durchaus bemerkenswert. So kam etwa der FC 98 Auerbach/Stetten in der vergangenen Spielzeit in der B-Klasse Allgäu 10 mit nur 16 Gelben Karten aus – in 24 Spielen. Damit erhält der Aufsteiger den Wanderpokal als fairste Mannschaft im Unterallgäu. Den allerdings hatte Adelwarth beim Ehrungsabend in Breitenbrunn nicht dabei. Der Grund: Der Pokal ist noch beim Vorjahressieger FC Jengen. Der aber ist, wie sämtliche ostallgäuer Mannschaften, in diesem Jahr nicht mehr in der Wertung, da sich der Sponsor aus dem Ostallgäu nicht mehr an diesem Wettbewerb beteiligt.

„Deswegen haben wir die ostallgäuer Mannschaften aus der Wertung genommen“, sagte Anton Jall, Vorstandsmitglied der Genobank Unterallgäu. „Aber wir werden weiter an diesem Wettbewerb festhalten“, versprach er. Nicht in die Wertung miteinbezogen waren auch die zweiten Mannschaften. Dies begründete Adelwarth damit, dass bei Spielen von Reservemannschaften nicht immer ein Verbandsschiedsrichter anwesend ist und so eine hundertprozentige Richtigkeit der Spielberichte nicht garantiert sei. So fiel etwa der SC Unterrieden 2, der mit nur 23 Gelbe Karten in 24 Spielen das beste Ergebnis aller Vereine aufwies, ebenso aus der Wertung wie etwa der SV Tussenhausen 2, TV Waal 2 (beide BK 9), FC Blonhofen 2 (AK 2), TV Woringen 2 (AK 1) und der TSV Mindelheim 2 (KK 2). Die komplette B-Klasse Allgäu 2 kam ebenfalls nicht vor, da sie nur aus Reserveteams bestand.

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Und es bewahrheitete sich einmal mehr: Fairplay und sportlicher Erfolg schleißen sich nicht gegenseitig aus. So fanden sich auch in diesem Jahr unter den fairsten Mannschaften in der abgelaufenen Spielzeit zwei Meister und drei Vizemeister (der FC Jengen und der SC Untrasried fielen jedoch als Ostallgäuer Mannschaften nicht in den Kreis der preiswürdigen Vereine). „Es ist sicher nicht einfach, erfolgreich Fußball zu spielen, ohne auch einmal dazwischen zu hauen“, sagte Franz „Bulle“ Roth.

Er war als Stargast eingeladen und erzählte die eine oder andere Anekdote aus seiner Anfangszeit bei den Bayern. „Um mich da durchzusetzen, bin ich jeden Sonntag in die Berge und auf 2000 Meter hochgerannt. Konditionell war ich damals der Stärkste im Team.“ Das habe ihm letztlich auch den Stammplatz beschert. „Von Trainer Tschik Cajkowski bekam ich zehn Spiele lang die Chance, mich zu zeigen. Die habe ich genutzt.“

Insgesamt zeichneten Anton Jall und Benjamin Adelwarth zwölf Mannschaften für ihre faire Spielweise in der abgelaufenen Saison aus und überreichten Geldpreise und Fußbälle. Manche Vereine sind schon Stammgäste in dieser Ehrungsrunde. Etwa der Kreisklassist TSV Lautrach-Illerbeuren, der zum dritten Mal in Folge den Sieg in seiner Spielklasse davontrug.

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