Eishockey

16.02.2018

Wenig Lücken gefunden

Wie schon vor zwei Wochen in Kempten, mussten sich sie Wörishofer Wölfe um (von links) Michal Telesz und Jakob Schwarzfischer dem ESC Kempten (blaue Trikots) knapp geschlagen geben.
Bild: Erwin Hafner

Der EV Bad Wörishofen verliert erneut gegen den ESC Kempten und kämpft nun erst einmal nur noch darum, nicht bis zum Tabellenende durchgereicht zu werden

Es bleibt dabei: Die Sharks liegen den Wölfen einfach nicht. Im vierten Duell in diesem Spieljahr kassierte der EV Bad Wörishofen gegen den ESC Kempten die dritte Niederlage – und kann sich nun vom eigentlichen Ziel in der Verzahnungsrunde verabschieden. Hier nämlich hatte Trainer Andreas Schweinberger ausgegeben, dass die Wörishofer hinter dem unangefochtenen EHC Klostersee der zweitbeste Landesligist in dieser Runde werden wollte.

Doch die gleichsam bittere wie unglückliche 3:4-Niederlage am Freitagabend auf heimischem Eis gegen den ESC Kempten machten dieser Zielvorgabe einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen geht es für den EVW, der den Klassenerhalt in der Landesliga durch das Erreichen der Verzahnungsrunde ja bereits schon in der Tasche hat, nur noch darum, möglichst nicht als Schlusslicht diese „Bonusrunde“ (Schweinberger) abzuschließen.

Gegen Kempten versuchten die Wölfe jedenfalls alles. Gleich zu Beginn machten sie mächtig Druck auf die Gäste, überrumpelten sie praktisch. Doch Peter Brückner und Jakob Schwarzfischer scheiterten früh nur knapp an Fabian Schütze im ESC-Tor.

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Im Gegenzug antworteten die Sharks mit einem Konter, bei dem Christian Engler den EVW-Goalie Marius Münch eiskalt erwischte und seine Mannschaft nach acht Minuten in Führung brachte. Der weitere Drittelverlauf gestaltete sich ausgeglichen und mit erneutem Pech im Abschluss aufseiten der Wölfe. So rettete sich Kempten förmlich in die erste Pause mit der knappen 1:0-Führung.

Im zweiten Spielabschnitt lief es besser für den EVW: Peter Brückner versenkte den Puck bereits nach 18 Sekunden nach seinem schnellen Durchmarsch zum Tor im Alleingang (21.). Doch nur zwei Minuten später führte Kempten erneut, Philipp Stalla traf zum 1:2 (23.). Die Wölfe benötigten eine doppelte Überzahl, um kurz vor dem Ende der zweiten Strafzeit durch Philipp Birk erneut auszugleichen (26.). Doch irgendwie war an diesem Tag der Wurm drin. In der Folge ließen die Hausherren den Sharks zu viel Platz vor dem eigenen Tor, was postwendend zum neuerlichen Rückstand durch den Schlagschusstreffer von Gregor Stein führte (28.). Auch der vierte Treffer sollte nicht lange auf sich warten lassen, denn nachdem bei den Wölfen die Zuordnung im eigenen Drittel nicht passte, gelang Patrick Weigant das 2:4 (35.). Fast schon zur Routine wurde der glänzende Start im letzten Drittel, diesmal umgesetzt von Marius Dörner, der einen Abpraller von Peter Brückner zum 3:4-Anschlusstreffer nutzte (41.). Die Partie war also wieder offen.

Die Wölfe kämpften bis zur Schlusssirene und lieferten sich mit den Gegnern noch einige handfeste Fights vor dem Gästetor, was zu etlichen Besuchen auf beiden Strafbänken führte. Doch außer einer Fünf-Minuten-Strafe samt Spieldauer sollte nichts Zählbares mehr erscheinen, obwohl zumindest die Verlängerung verdient gewesen wäre. So blieb es bei der knappen 3:4-Niederlage, die dafür sorgte, dass die Wölfe als Tabellenvorletzter am gestrigen Sonntag beim Schlusslicht SC Reichersbeuern zum Kellerduell antraten (Spiel bei Redaktionsschluss nicht beendet). Dabei ging es um die Vorentscheidung, wer die rote Laterne behält.

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