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Eishockey

25.02.2021

Wie die Förderverträge Kaufbeurer Talenten helfen

Tobias Echtler ist einer der drei jungen Spieler, die beim eSVK einen Fördervertrag besitzen.
Foto: Mathias Wild

Plus Drei junge Spieler des ESV Kaufbeuren besitzen aktuell Förderverträge. ESVK-Boss Michael Kreitl war an der Einführung dieses Konzepts maßgeblich beteiligt.

Die ESVK-Youngster Max Oswald, Tobias Echtler und Philipp Krauß nehmen beim ESV Kaufbeuren in dieser Saison eine ganz besondere Rolle ein. Man kann mit Fug und Recht sagen: Sie sind nicht zu ersetzen.

Das mag mitunter nicht immer auf die Leistung zutreffen, dafür sind alle drei schließlich noch zu jung und in der Ausbildungsphase, sicherlich aber auf ihren Platz im Kader. Alle drei besitzen beim Verein sogenannte Förderverträge – deren Einführung hatte ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl einst nicht nur befürwortet, sondern sogar maßgeblich mitgestaltet.

Max Oswald.
Foto: Mathias Wild

Die DEL2, die sich als Ausbildungsliga für junge Spieler sieht, will damit unterstreichen, genug für den Nachwuchs zu tun. Insgesamt gibt es innerhalb der Liga mindestens 28 solcher Plätze; jeder Verein muss zwei Fördervertragsspieler in seinen Reihen haben, wenn er mit vollem Spielberichtsbogen antreten will. Möglich ist aber auch, wie beim ESVK der Fall, mehr als zwei solcher Spieler unter Vertrag zu haben. Die Plätze 18 und 19 auf den Bögen dürfen jedenfalls nur mit Sportlern besetzt werden, die ein solches Arbeitspapier besitzen.

Vereine und Spieler können besser planen

Die Verträge geben Spielern und Vereinen eine Planungssicherheit. Sie laufen grundsätzlich über mindestens zwei Jahre – und (im Eishockey nicht selbstverständlich) auch über zwölf Monate. Die Plätze sind gekoppelt an Altersgrenzen – in dieser Spielzeit dürfen Akteure mit Fördervertrag nicht später als 2000 geboren sein. So werden also Oswald und Echtler auch 21/22 noch für Kaufbeuren spielen, wegen ihres Geburtsjahres aber nicht mehr in diese Regelung fallen.

Philipp Krauß.
Foto: Mathias Wild

Für die kommende Spielzeit hat Kaufbeuren die beiden Positionen an Philipp Krauß und Markus Schweiger vergeben. Beide Akteure besitzen bei den Jokern also ein Arbeitspapier bis Sommer 2023, wie Michael Kreitl, der Geschäftsführer der Organisation, verrät. „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung unserer jungen Spieler, wissen aber auch, dass diese immer ein Prozess ist“, sagt Kreitl. Wichtig sei ihm aber auch, dass andere talentierte Spieler, etwa Maxi Miller, Yannik Burghart, Leon Dalldusch, Maxi Hops oder Nikita Naumann über die engen Kooperationen zu Oberligisten in der Region Einsatzzeiten und somit Spielpraxis erhalten. Dass diese Spieler auch im Verletzungsfall eines Fördervertragsspielers nicht ganz so einfach in die Mannschaft der Kaufbeurer kommen können, liegt an den Regularien.

ESVK-Manager Kreitl ist ein Fan des Konzepts

Selbst ein ganz junger Spieler kann die Plätze 18 und 19 auf dem Spielberichtsbogen nicht einnehmen, sofern er keinen entsprechenden ganzheitlichen Vertrag unterschrieben hat. „Für Vereine, die ehrliche Nachwuchsarbeit machen, mag das ein Nachteil sein“, bestätigt Kreitl, der dennoch ein Befürworter der Regel ist. Sie verhindere nämlich, dass so mancher Verein jene Positionen mit Nachwuchskräften von DEL-Standorten auffüllen kann – und somit dann das ganze Konzept ad absurdum führen würde.

Das könnte die Entwicklung der eigentlich zu fördernden Spieler bremsen. Und wie sich Youngster entwickeln können, zeigten unlängst Oswald und Echtler im Kaufbeurer Dress – mit ihren jeweils ersten DEL2-Toren ihrer noch jungen Karriere. Ob sie am kommenden Wochenende nachlegen, wird sich zeigen. Echtler bekam zuletzt eine Pause von Trainer Pallin verordnet. Ob er am Freitagabend, wenn die Tigers aus Bayreuth im Allgäu gastieren (19.30 Uhr), wieder dabei ist, ist offen.

Mehr zum ESV Kaufbeuren lesen Sie hier:

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