Newsticker

Mit Ausnahme der Kanaren: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Spanien
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Lokalsport
  4. Wie ein Mindelheimer Profi die Corona-Krise in den USA erlebt

Eishockey

27.04.2020

Wie ein Mindelheimer Profi die Corona-Krise in den USA erlebt

Befindet sich derzeit mit seinem Sohn Magnus (Bild) und Ehefrau Brooke im US-Bundesstaat New Jersey: Eishockey-Torhüter Jochen Reimer.
Bild: Traub

Plus DEL-Torhüter Jochen Reimer lebt derzeit in den USA. Wie es dem Mindelheimer und seiner Familie dort ergeht und wie er die Planungen für die neue Saison einschätzt.

New York City ist bereits seit einiger Zeit das Epizentrum der Corona-Krise in den USA: Lediglich eine halbe Autostunde davon entfernt, in New Jersey, verbringt Jochen Reimer gemeinsam mit seiner amerikanischen Ehefrau Brooke und Söhnchen Magnus traditionell die Eishockey-Sommerpause. Im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet der 34-jährige Mindelheimer, der in der DEL für Ingolstadt im Tor steht, über seinen Alltag.

Wie geht es Ihnen?

Jochen Reimer: Uns allen geht es gesundheitlich sehr gut. Wir sind ja bereits wenige Tage nach dem Saisonende in der DEL in die USA geflogen. Seitdem sind wir bei meinen Schwiegereltern im Haus. Wir bewegen uns dort eigentlich nur im Garten oder um das Haus herum. Wenn wir tatsächlich mal rausgehen, dann ausschließlich zum Einkaufen.

Wie ein Mindelheimer Profi die Corona-Krise in den USA erlebt

Können Sie uns etwas näher beschreiben, wie das tägliche Leben bei Ihnen in New Jersey derzeit aussieht?

Reimer: Als wir vor rund vier Wochen hier angekommen sind, war das Ganze noch relativ entspannt. Klar gab es schon die eine oder andere kleinere Einschränkung. Aber letztlich hat man das schon noch etwas auf die leichte Schulter genommen. Mit dem Vorwissen aus Deutschland war mir völlig klar, dass es auch hier richtig krachen wird. Jetzt ist es leider tatsächlich so, dass New York City das Epizentrum dieser Corona-Krise geworden ist.

Was bedeutet das für Ihre Heimat New Jersey, die ja letztlich nur durch den Hudson River von New York getrennt ist?

Reimer: Aufgrund der räumlichen Nähe fahren viele Leute nach New York zur Arbeit. Dementsprechend haben sich auch mittlerweile viele aus dem Umland mit diesem Virus infiziert. Uns betrifft das dahingehend, dass es in unserer Region strenge Vorgaben und Regeln gibt. So dürfen wir beispielsweise nur zum Einkaufen das Haus verlassen – und dann ausschließlich mit Schutzmaske und Handschuhen. Zwischen 20 und 5 Uhr herrscht sogar rigoroses Ausgehverbot.

Angenommen, Sie hätten vor vier Wochen bereits gewusst, wie sich die Lage in den USA beziehungsweise New York und New Jersey zuspitzt: Wären Sie dann doch lieber in Deutschland geblieben?

Reimer: Ich telefoniere jeden Tag mit meiner Familie und Freunden in Deutschland. Die hocken auch nur daheim und können nichts tun. Ich bin hier in New Jersey mit meiner Frau und meinem Kind. Aber solange die Familie zusammen ist und gesund bleibt, lässt sich das schon aushalten.

Was sagt Ihr Bauchgefühl: Wird die DEL-Saison 2020/2021 pünktlich am 18. September starten?

Reimer: Das kann ich mir unter dem Eindruck der letzten Wochen derzeit noch nicht vorstellen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Patrick Reimer: „Es tut weh, aber ich kann es nachvollziehen“

Wie es mit dem Profisport in Zeiten von Corona aussieht

DEB-Team trifft bei Olympia auf Kanada, USA und China

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren