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Trendsport

29.08.2020

Wie man sich mit dem Wingfoil vom Mainstream abhebt

„Man hält das Segel nur mit den Händen, dafür braucht man anfangs viel Kraft“: Mario Riedler-Stecher ist seit einigen Monaten beim Wingfoiling auf den Allgäuer Gewässern unterwegs.

Plus Mario Riedler-Stecher hat eine Sportart aus den 1980er-Jahren wiederentdeckt. Nun ist der Kaufbeurer auf den Allgäuer Seen unterwegs – und fühlt sich „ein bisschen wie Jesus“.

Es ist Zeit für etwas Neues. Eigentlich kennt man die Stecher-Brüder, also Manuel Stecher und Mario Riedler-Stecher, von ihren sportlichen Aktivitäten auf SUP’s – das sind spezielle Bretter, mit denen man stehend über Seen oder andere Gewässer paddelt. Doch das Stand-Up-Paddling hat inzwischen seinen Reiz verloren. „Es ist sehr zum Mainstream geworden“, sagt der 37-jährige Mario Riedler-Stecher. So etwas passiere mit Trendsporten alle sieben bis acht Jahre.

Das sei auch schon beim Kitesurfen so gewesen, das er bis vor rund einem Jahrzehnt intensiv ausübte. Mit einer neuen Sportart kehrt er ein bisschen in diese Richtung zurück. Inzwischen ist der 37-Jährige zwar immer noch auf einem Brett auf dem Wasser unterwegs, die Ausrüstung ist aber etwas umfangreicher geworden: Wingfoiling heißt der neue Trend.

Das Foil unter den Füßen, den Wing in der Hand

Dabei stehen die Sportler weiterhin auf einem schwimmenden Brett, an dem aber ein sogenanntes Foil, eine Art Tragfläche, angebracht ist.

Der Sportler hält den Wing (Flügel) in der Hand. Dadurch kann er, ähnlich wie beim Segeln, den nötigen Vortrieb erzeugen. „Man braucht da auf jeden Fall eine gute körperliche Fitness, da man den Wing nur mit der eigenen Kraft hält“, berichtet Riedler-Stecher.

Schon in den 1980er Jahren gab es diesen Sport

Den Sport, der seine Anfänge in den 1980er Jahren hat, erst jetzt aber ständig weiterentwickelt wurde, übt er seit vergangenem November aus. „Man hält das Segel ja nur mit den Händen, dafür braucht man anfangs viel Kraft.“

Erst mit der Zeit, sagt der 37-Jährige, würde man entsprechende Erfahrungen sammeln, sodass die Anstrengung nachlassen würde. Das Gute: Es sei schnell lernbar. Riedler-Stecher befindet sich nach eigenen Angaben aktuell auf einem Level, das es ihm erlaubt, an speziellen Tricks auf seinem Bord zu feilen.

Dass Wingfoiling in den kommenden Jahren einen ähnlichen Hype auslöst wie Stand-Up-Paddling, glaubt der 37-Jährige derweil aber nicht. Dennoch sei es ein unbeschreibliches Gefühl. „Es ist ein Gefühl, fast wie Jesus über das Wasser zu schweben“, sagt der Sportler mit einem Augenzwinkern. Nicht zuletzt sei es auch das schöne Alpen-Panorama im Allgäu, das ihn verzaubert.

Die Seen im Allgäu eignen sich bestens für's Wingfoiling

Besonders oft sind die Stecher-Brüder am Alpsee bei Immenstadt unterwegs, aber auch der Rottachsee, die Lechstaustufe oder der Forggensee (sofern dort der Wind passt) würden sich prima eignen.

Ein ganz billiger Spaß ist Wingfoiling allerdings nicht. Theoretisch könnte man dafür zwar auch schon vorhandene SUP’s verwenden. Besser geeignet sind aber eigens dafür hergestellte Geräte, da an ihnen der Foil angebracht werden muss. Wer sich das nötige Equipment neu anschaffen muss, benötigt zwischen 2500 und 3500 Euro. Gebraucht sind die Elemente natürlich günstiger, versichert Riedler-Stecher. Zudem seien ein Helm und eine Schwimmweste zu empfehlen.


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