Schießen

20.03.2018

Zurück zu den Wurzeln

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3 Bilder
Ein prachtvolles Bild gab es zu Beginn des Bezirksschützentages mit dem Einzug der Gaukönige und der Gaustandarte in das Bad Wörishofer Kurhaus.
Bild: Willi Unfried

Zum dritten Mal seit der Gründung 1950 gastiert der Bezirkstag der Sportschützen in Bad Wörishofen.

Von einem beeindruckenden Auftakt und gelungener Pflege der Schützentradition sprach der stellvertretende Landesschützenmeister Dieter Vierlbeck bei seinem Grußwort beim 68. Bezirksschützentag in Bad Wörishofen. An die Vertreter aus der Politik hatte er wie auch der Vizepräsident des Deutschen Sportschützenbundes, Gerhard Furnier, zwei Wünsche: Einmal nach mehr Unterstützung und auf der anderen Seite von weiteren bürokratischen Hürden verschont zu bleiben. So sei man froh, dass in dem neuen Koalitionsvertrag keine weiteren Verschärfungen im Waffenrecht angekündigt würden.

Zu Beginn des Schützentages zogen die Schützen aus dem Gau Türkheim zusammen mit den Gaustandarten und den Gauschützenkönigen in einem farbenprächtigen Festzug vom Gottesdienst durch die Kneippstadt zum Kurhaus, darunter auch die neuen Bezirkskönige Jannik Bräckle (Jugend) vom Verein Heideröslein Oberegg und Bezirkskönigin Theresia Werner aus Mindelau.

In Bad Wörishofen fing alles an

Bezirksschützenmeister Karl Schnell erinnerte daran, dass der schwäbische Schützenbezirk eben in Bad Wörishofen am 17. Dezember 1950 aus der Taufe gehoben wurde. Erster Bezirksschützenmeister sei der Wörishofer Max Schöllhorn gewesen, der zehn Jahre dieses Amt ausgeführt habe. 1970 sei dann der nächste Schützentag in der Kneippstadt gewesen. Nach der guten Aufnahme durch die Stadt hoffe Schnell, dass es bis zum nächsten Treffen nicht wieder 48 Jahre dauern werde.

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Dem Schützenbezirk gehörten zum Jahresende genau 96955 Mitglieder an, die in 22 Gauen und 893 Schützenvereinen organisiert seien. Schnell beklagte einen Rückgang bei den Mitgliederzahlen. Er riet den Gauen, sich verstärkt Gedanken für Jugendliche zu machen und erinnerte an spezielle Angebote wie das Lichtgewehr-Schießen. Derzeit seien fast 25000 Jugendliche sowie 27000 Frauen angemeldet. Übrigens, die Damen würden ihren Weg gehen, meinte Bezirksdamenleiterin Gisela Leutenmaier. Es gebe immer mehr Mix-Wettbewerbe, also gemischte Mannschaften. Und es gebe auch die ersten Gauschützenmeisterinnen.

Kritik an der Politik

Dass der Schießsport ein weites Spektrum biete, machte Schnell anhand der Disziplinen Gewehr-, Pistolen-, Armbrust- und Bogenschießen deutlich. Unter dem Dach des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) finde man Spitzensportler und Olympiateilnehmer, aber auch Schützen, die aus Spaß ihrem Sport nachgingen und Tradition und Brauchtum pflegen würden.

Um den Übungsbetrieb aufrecht zu erhalten und die unzähligen Wettbewerbe wie den Rundenwettkampf und Meisterschaften zu organisieren, brauche man unzählige Helfer. Denen sollte man das Leben nicht unnötig schwer machen. Gerhard Furnier hatte einige abschreckende Beispiele. So drohe Ungemach von der „Europäischen Datengrundverordnung“. Am Ende könnte jeder Verein einen eigenen Datenschutzbeauftragten benennen müssen. „Wir müssen unseren Sport auch noch ausüben können“, meinte er an die Politiker gewandt. Gott sei dank sei man gut vernetzt und habe in der Vergangenheit das Schlimmste verhindern können. Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert hatte in Sachen Schützenmuseum keine guten Nachrichten. Nach dem Wasserschaden werde es wohl keine schnelle Sanierung geben und alles laufe auf einen längeren Rechtsstreit hinaus.

Neue Funktionäre ins Amt gewählt

Bei den Wahlen zum neuen Bezirksschützenmeisteramt gab es folgende Ergebnisse:

1. Bezirksschützenmeister Karl Schnell

2. Bezirksschützenmeister Ernst Grail (neu), Markus Beuer, Wolfgang Majewski (neu), Martina Steck

1. Bezirkssportleiter Sascha Zirfaß

2. Bezirkssportleiter René Koch (neu)

1. Bezirksdamenleiterin Gisela Leutenmaier

Bezirksschriftführer Klaus Herbich

Bezirksschatzmeister Hermann Herzog (neu)

Bezirksjugendleiter Christian Mück (neu)

Ehrungen

Die höchste Auszeichnung, der Bezirksdoppeladler in Gold, ging beim diesjährigen Bezirksschützentag an die nachstehenden Funktionäre, die zugleich nach Zustimmung der Versammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden:

Elisabeth Furnier Unter anderem 20 Jahre Schatzmeisterin des Bezirkes. Sie führte jahrelang das Bezirkssportbüro und engagierte sich im Behindertenschießen.

Otto Regele 25 Jahre Gauschützenmeister des Gaues Günzburg. Er engagierte sich beim Oktoberfest-Landesschießen, Landkreisschießen und für die Kartei der Not.

Peter Weigelt Gauschützenmeister im Gau Burgau, Zuschussreferent des Bezirkes. Er stieg mit dem kleinen Verein Waldkirch in die Bundesliga auf.

Alois Waldenmayr 38 Jahre Gauschützenmeister im Gau Donau-Brenz-Egau, 1992 bis 2001 stellvertretender Bezirksschützenmeister.

Hans Hafner 20 Jahre Schützenmeister in Hopferbach, seit 2001 stellvertretender Bezirksschützenmeister.

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