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Steigende Arbeitslosigkeit im Allgäu: Warum junge Menschen besonders betroffen sind und Chancen bestehen

Unterallgäu

Arbeitslosigkeit steigt – wie immer im Sommer

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    In der Gastronomie gibt es freie Lehrstellen für junge Leute. (Symbolbild)
    In der Gastronomie gibt es freie Lehrstellen für junge Leute. (Symbolbild) Foto: Anna Kondratenko

    Im Juli sind die Arbeitslosenzahlen im Arbeitsagenturbezirk Kempten-Memmingen im Vergleich zu Juni um 0,1 Prozentpunkt auf drei Prozent angestiegen. Das Gros der Menschen, die sich momentan arbeitslos melden, sind Jüngere unter 25 Jahren, die beispielsweise ihre Ausbildung abgeschlossen haben und nicht übernommen wurden oder nicht im Betrieb bleiben möchten, etwa, weil sie die BOS besuchen möchten. „Dieser normale Effekt kann natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch das Allgäu die Konjunkturflaute spürt“, sagt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Vor allem Produktionsbetriebe und der Handel würden die Folgen der ungünstigen internationalen Entwicklungen deutlich spüren. Gleichzeitig gebe es vielfältige berufliche Möglichkeiten in der Region. „Wir setzen daher möglichst frühzeitig mit Beratung und Vermittlung an, um direkt von Job-to-Job zu vermitteln.“

    12.053 Menschen im Allgäu waren im Juli arbeitslos gemeldet, 319 mehr als im Juni und 784 mehr als vor einem Jahr. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 3305 Personen arbeitslos. Davon kamen 1453 direkt aus Erwerbstätigkeit. 2984 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1124 eine Erwerbstätigkeit auf. 10.975 Personen bezogen Bürgergeld, das waren 920 Personen weniger (acht Prozent) als vor einem Jahr.

    1286 neue Jobs bei Unternehmen im Allgäu

    Die Unternehmen im Allgäu suchen weiterhin Mitarbeitende: 1286 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (drei mehr als im Vormonat und 224 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 6305 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Im Vergleich zu Juli 2024 ist im Stellenpool der Arbeitsagentur ein besonders starker Stellenrückgang vor allem bei Fertigungsberufen, fertigungstechnischen Berufen, Lebensmittel- und Gastgewerbeberufen sowie Handelsberufen festzustellen. Stellenzuwächse finden sich dagegen bei Sicherheitsberufen und bei Verkehrs- und Logistikberufen. Angehende Azubis haben noch gute Chancen: Derzeit sind immer noch über 2300 Lehrstellen in unserem Agenturbezirk unbesetzt.

    Im Kreis Unterallgäu ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls gestiegen. 2109 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 13 Personen mehr (ein Prozent) als im Juni, aber 47 Personen beziehungsweise zwei Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,4 Prozent und war identisch zum Vormonat. Vor einem Jahr lag sie bei 2,5 Prozent. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 604 Personen arbeitslos. Davon kamen 245 Personen direkt aus der Erwerbstätigkeit. 596 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 220 eine Erwerbstätigkeit auf.

    Im Unterallgäu gibt es insgesamt 1406 Stellenangebote

    Die Unternehmen im Unterallgäu suchen weiterhin Mitarbeitende: 263 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (16 mehr als im Vormonat und 88 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel sowie Verkehr und Lagerei. Aktuell befanden sich damit 1406 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur – drei mehr als im Juni und 96 weniger als im Juli 2024. 1807 Personen bezogen Bürgergeld, das waren 224 Personen weniger (minus elf Prozent) als vor einem Jahr.

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