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Töpfermarkt in Türkheim lockt tausende Besucher mit Kunsthandwerk und buntlem Rahmenprogramm

Türkheim

Tausende strömen zum Türkheimer Töpfermarkt

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    Der Töpfermarkt im Türkheimer Schlossgarten zog auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.
    Der Töpfermarkt im Türkheimer Schlossgarten zog auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Foto: Franz Issing

    Der Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt im Türkheimer Schlossgarten erwies sich auch im 19. Jahr als Publikums-Magnet und beliebtes Familien-Event. Drei Tage lang herrschte vor historischer Kulisse Ausnahmezustand. Tausende Besucher bummelten zwischen Schloss und Teich an den Ständen und Buden vorbei und bewunderten die vielfältigen, meist von Hand gefertigten Kunstwerke und Töpferwaren der 95 Aussteller aus ganz Deutschland.

    Angesichts des breit gefächerten Angebots an ausgefallenem Geschirr, elegantem Gold- und Silberschmuck, Deko für Haus und Garten und Erzeugnissen aus Holz, Ton und Keramik fiel potenziellen Käufern die Wahl nicht ganz leicht.

    Auch für Kinder war auf dem Türkheimer Töpfermarkt wieder allerhand geboten

    Geboten wurde zudem ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das keine Wünsche offen ließ und auch bei den Kindern gut ankam. Viel Spaß bereitete dem Nachwuchs das Kamel- und Eselreiten, aber auch das Bungee-Trampolin-Springen und das Schachspiel im Freien ließen bei den jungen Leuten keine Langeweile aufkommen. In ihrem Hexenhaus sorgte zudem Angelika Kögel für märchenhafte Unterhaltung, während ihr Mann für große und kleine Besucher des Marktes „Ballontiere“ zauberte. Doch damit nicht genug: Stelzenläuferin Miriam stolzierte durch den Markt und verteilte Süßigkeiten und in einem Work-Shop verzierten die Kinder Kieselsteine aus der Isar mit 18-karätigem Blattgold.

    Stelzenläuferin Miriam war auf dem Töpfermarkt nicht zu übersehen.
    Stelzenläuferin Miriam war auf dem Töpfermarkt nicht zu übersehen. Foto: Franz Issing

    Bei schönem Wetter durch den Schlosspark zu bummeln, nette Leute zu treffen und was Schönes für Haus und Garten zu kaufen, „das hat schon was“, fand ein Ehepaar aus Buchloe.

    Einer der Fieranten ist extra aus dem hohen Norden nach Türkheim gekommen

    Fans des Marktes, die sich fragten, was es wohl Neues und Ausgefallenes gibt, waren unter anderem am Stand von Silvia Ovattrocchi an der richtigen Adresse: „Töpfern auf der Scheibe ist wie Meditieren“, sagte sie und demonstrierte interessierten Käufern, wie das funktioniert. Gleich nebenan flocht Lucia Birkle aus Breitenbronn allerlei Dekoratives und Nützliches für den Garten.

    Geräucherten Knoblauch bot Detlef Werner aus dem fast 1000 Kilometer entfernten Henningsdorf an.
    Geräucherten Knoblauch bot Detlef Werner aus dem fast 1000 Kilometer entfernten Henningsdorf an. Foto: Franz Issing

    Für Furore sorgte Detlef Werner aus Henningsdorf, der mit geräuchertem Knoblauch handelte. Er hatte aus dem hohen Norden bis Türkheim 981 Kilometer zurückgelegt und begrüßte die Leute mit einem freundlichen „Juten Tach. „Ich fahre gerne ins Allgäu, weil ich Land und Leute sehr schätze“, bekannte er und läutete für zufriedene Kunden mit einer Mini-Friedensglocke aus seiner Heimat.

    Martin Schadel und seine Tochter Sabrina aus Derndorf boten „Tierisches“ aus Holz.
    Martin Schadel und seine Tochter Sabrina aus Derndorf boten „Tierisches“ aus Holz. Foto: Franz Issing

    Extravagante Gartenhäuser bot Meister Benjamin Steinle, Chef der Hexenhaus-Manufaktur Langerringen an, während Martin Schadel und seine Tochter Sabrina aus Derndorf allerlei aus Edelhölzern gesägtes Getier ausstellten.

    „Acrobatica Fantastica“ begeisterte mit feurigen Kunststücken

    Auch an guter musikalischer Unterhaltung fehlte es nicht auf dem Markt. Mehrere Live-Bands und Samba-Trommler hauten kräftig auf die Pauke. Allgemeinwissen war gefragt bei den Kandidaten, die Quizmaster Peter Ostler auf den heißen Stuhl auf die Bühne bat und sie mit Fragen löcherte. Besserwissern winkten als Preis 500 Euro. Und was wäre der Töpfermarkt ohne zündende Feuerschau? Die Artisten des Türkheimer Vereins „Acrobatica Fantastica“ zogen Nachtschwärmer mit feurigen Kunststücken in ihren Bann.

    Für Silvia Ovattrocchi ist die Arbeit an der Töpferscheibe wie Meditation.
    Für Silvia Ovattrocchi ist die Arbeit an der Töpferscheibe wie Meditation. Foto: Franz Issing

    Und selbstverständlich musste niemand hungrig oder durstig nach Hause gehen. Auf der Schmankerl-Meile war die Auswahl an Gaumenkitzlern für den kleinen Hunger zwischendurch recht groß. Zum krönenden Abschluss des dreitägigen Spetakels verlieh Landrat Alex Eder am Sonntag den mit 250 Euro dotierten „Sieben-Schwaben-Töpfer- und Kunsthandwerkerpreis“.

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