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Unterallgäu: Blauzungenkrankheit: Freiwillige Impfungen sind ab sofort möglich

Unterallgäu

Blauzungenkrankheit: Freiwillige Impfungen sind ab sofort möglich

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    Bauern im Unterallgäu können ihre Tiere gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen.
    Bauern im Unterallgäu können ihre Tiere gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen. Foto: Fabian Sommer

    Gegen die Blauzungenkrankheit Serotyp 3, die sich auch in Deutschland immer weiter verbreitet, gibt es inzwischen Impfstoffe. Betroffen sind von der Tierseuche Wiederkäuer, also zum Beispiel Schafe, Rinder und Ziegen. Nun hat das Landratsamt Unterallgäu eine Allgemeinverfügung zu der Seuche erweitert, die eine freiwillige Impfung der Tiere genehmigt.

    In Bayern wurde die Blauzungenkrankheit bisher nicht registriert

    Seit Oktober 2023 sind in Deutschland Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 3 (BTV-3) aufgetreten. Bis dato gibt es Fälle in den Bundesländern Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und aktuell jetzt auch in Hessen. In Bayern wurden bislang noch keine Fälle registriert. Übertragen wird das Blauzungenvirus durch Stechmücken (Gnitzen), Weidetiere sind daher dem höchsten Infektionsrisiko ausgesetzt.

    „Für den Menschen ist das Blauzungenvirus ungefährlich, bei Wiederkäuern, vor allem bei Schafen hingegen sind schwere Krankheitssymptome und Todesfälle möglich“, sagt Dr. Alexander Minich, Leiter des Unterallgäuer Veterinäramts. „Aus Gründen des Tierschutzes, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen, ist also eine Impfung empfehlenswert.“ Zum Beispiel könne sich bei Rindern durch die Erkrankung auch die Milchleistung massiv verringern. Die Impfung gegen BTV biete den einzigen sicheren Schutz der Tiere vor einem schweren Verlauf.

    Bislang sind die Impfstoffe für den Serotyp 3 noch nicht zugelassen. Um dennoch eine zeitnahe Impfung zu ermöglichen, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mittels einer Verordnung die Anwendung von drei Impfstoffen bei den empfänglichen Tierarten gestattet. Durch die Allgemeinverfügung des Landratsamts Unterallgäu wird diese Verordnung auch im Unterallgäu umgesetzt.

    Für die Impfung der Wiederkäuer gibt es Geld aus der Tierseuchenkasse

    Die Impfung muss von einem Tierarzt durchgeführt und in die Datenbank HI-Tier eingetragen werden. Die Bayerische Tierseuchenkasse gewährt auf Antrag eine Beihilfe in Höhe von einem Euro pro Impfung bei Rindern und Schafen. Die Allgemeinverfügungen des Landratsamts Unterallgäu sowie weitere Informationen sind auf der Homepage des Landratsamtes veröffentlicht. (mz)

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