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Unterallgäu
04.01.2022

Schnelle Nothilfe und Alltagsfreuden: So half die Kartei der Not 2021 im Unterallgäu

Zahlreiche Menschen aus der Region haben für die Kartei der Not gespendet.

Das Leserhilfswerk Kartei der Not hat im zweiten Coronajahr im Raum Mindelheim vor allem Familien und Menschen mit Behinderung unbürokratisch helfen können.

Das Leserhilfswerk unserer Redaktion, die Kartei der Not, war auch im zweiten Jahr der Pandemie wieder extrem stark gefordert. Die Spendenbereitschaft ist aber ungebrochen.

Die Corona-Pandemie hatte auch im Jahr 2021 wieder große Auswirkungen auf bedürftige Menschen und damit die Arbeit vieler sozialer Organisationen wie das Leserhilfswerk unserer Redaktion, die Kartei der Not. Enorm war der Bedarf an akuten, schnellen Hilfen, denn durch Kurzarbeit, den verlorenen Job, Krankheit oder psychische Beeinträchtigung hat sich das Leben vieler Menschen schlagartig verändert.

Diese unverschuldeten Notlagen stellen nach wie vor viele Bedürftige vor große Herausforderungen. Deswegen hat die Kartei ihr Angebot an sogenannten Corona-Notfallhilfen verlängert und 233 Beratungsstellen in ihrem gesamten Wirkungsbereich mit einer Art Handgeld für schnelle, unbürokratische Hilfen unterstützt. Nach wie vor benötigen vor allem Alleinerziehende und alte Menschen Hilfe. Im Verbreitungsgebiet der Mindelheimer Zeitung war das Hilfswerk 2021 besonders aktiv.

Mit 61.600 Euro half die Kartei der Not vielen Unterallgäuern

Von dort aus gingen viele Hilfeanfragen ein, 89 davon wurden unterstützt. Insgesamt half die Kartei der Not dort mit rund 61.600 Euro. Die Hilfeanfragen kamen in 25 Fällen aus Familien mit gesamt 93 betroffenen Kindern. In 60 Fällen war eine chronische Krankheit und oder eine Behinderung zu bewältigen.

Bei den Menschen mit Behinderung hat die Kartei der Not für insgesamt 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Beispiel den behindertengerechten Umbau eines Bades, ein Fahrzeug und ein E-Dreirad bezuschusst, um den Menschen so Mobilität und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

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„Sehr vielen Kindern und Jugendlichen in von einer Behinderung betroffenen Familien konnten wir eine große Freude machen“, sagt Arnd Hansen, Geschäftsführer der Stiftung. Diese Kinder erhielten eine Beihilfe etwa zum gemeinsamen Geburtstagsfeiern oder für einen Kino- oder Zoobesuch oder zum Eisessen. Auch die Ausgaben für die Gesundheit, von Medikamenten oder Hilfsmitteln wurden unterstützt. Großen Unterstützungsbedarf gab es 2021 wieder um das Wohnen. so half die Kartei der Not 23 Mal bei den Energie- und Nebenkosten sowie bei Mietzahlungen um zu verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren oder ohne Strom und Heizung sind. Corona hat dieses Notlagen oftmals befeuert, da durch Kurzarbeit oder einen verloren Job beispielsweise die Miete oder der Strom nicht mehr bezahlt werden konnten. Oft war auch die Hilfe bei der Einrichtung wie einer Kochmöglichkeit, Kühlschrank, Herd oder einem Bett mit Matratze nötig.

490 Spenderinnen und Spender gab es im Raum Mindelheim

In 13 Fällen unterstützte die Kartei der Not zusätzlich akut den Lebensunterhalt mit Lebensmitteln, Kleidung, Hygieneartikeln, Babybedarf oder Schulausstattung. Vier Beratungsstellen wurden aufgrund der Corona-Krise mit Notfallhilfen ausgestattet. Möglich gemacht haben diese Hilfen im Altlandkreis Mindelheim 490 Spenderinnen und Spender. Die größte Einzelspende kam heuer von einem örtlichen Unternehmer als Privatperson, der ungenannt bleiben möchte, sowie vom Rotary Club Mindelheim.

„Gemeinsam geht’s – so lautet das Motto der Kartei der Not.“ Geschäftsführer Arnd Hansen sagt, „als Leserhilfswerk stehen wir dafür, schnell und unbürokratisch Bedürftigen unter die Arme zu greifen“. Damit sei die Kartei in den zwei Coronajahren stark gefordert gewesen. Die Pandemie habe viele schwierige Lebenssituationen noch weiter verschärft. „Glücklicherweise machen viele treue Spender, sowohl privat als auch aus Vereinen, Firmen und Behörden diese Hilfen möglich. Vielen Dank dafür!“ Jeder gespendete Euro kommt Bedürftigen zugute. Sämtliche Verwaltungskosten trägt das Medienunternehmen.

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