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Gemeinde im Blickpunkt „Königsmoos“

Im Rathaus der Gemeinde Königsmoos im Ortsteil Stengelheim direkt an der Neuburger Straße befindet sich die Gemeindeverwaltung. Die 4.882 Einwohner leben in 9 Ortsteilen, wobei Stengelheim der älteste Gemeindeteil ist. Den berühmten Förderer der Donaumooskultur Stephan Freiherr von Stengel zu Ehren trägt Stengelheim seinen Namen.
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Im Rathaus der Gemeinde Königsmoos im Ortsteil Stengelheim direkt an der Neuburger Straße befindet sich die Gemeindeverwaltung. Die 4.882 Einwohner leben in 9 Ortsteilen, wobei Stengelheim der älteste Gemeindeteil ist. Den berühmten Förderer der Donaumooskultur Stephan Freiherr von Stengel zu Ehren trägt Stengelheim seinen Namen.

Mit Schwung in die kommenden Jahre

Das kontinuierliche Wachstum der Gemeinde Königsmoos zeigt, wie zielführend in Politik und Verwaltung gearbeitet wird. Dabei war es in der Vergangenheit nicht absehbar, dass sich der Zusammenschluss der ehemals eigenständigen Gemeinden Untermaxfeld, Ludwigsmoos und Klingsmoos im Jahr 1975 bis heute derart positiv entwickeln würde. So wuchs die Bevölkerung in den letzten 10 Jahren um etwas mehr als 10 Prozent an. „Damit sind wir als Gemeinde gefordert, denn dies bedeutet, dass wir auch die Infrastruktur entsprechend kontinuierlich erweitern müssen“, verdeutlicht Königsmoos erster Bürgermeister Heinrich Seißler die wachsenden Aufgaben des Rathauses.

Neue Baugebiete entstehen

Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, investierte Königsmoos viel in das Straßen-, Geh- und Radwegenetz. In der Aretinstraße, wo ein neues Baugebiet schon komplett bebaut wurde, haben viele junge Familien ihre eigenen vier Wände bezogen und eine neue Heimat gefunden. Bis zum Jahresende werden zudem zwei neue Baugebiete erschlossen. An der Bgm.-Bitterwolf-Straße entstehen 40 Parzellen, im Baugebiet Kirchfeld in Ludwigsmooswerden Grundstücke für 33 Häuser erschlossen. Etwa Anfang des kommenden Jahres sollen die Grundstücke dann zum Verkauf stehen. Dort geht die Gemeinde innovativ voran, denn allen Hauseigentümern wird es möglich sein, sich an eine regenerative zentrale Wärmeversorgung auf Basis von Erdwärme anzuschließen.

Das Baugebiet „Stengelheim – Aretinstraße“ im Gemeindeteil Stengelheim mit 21 großzügig geschnittenen Bauplätze wurde gerade fertig gestellt und bietet für viele Familien ein neues Zuhause.

Erweiterung der Kläranlage

Steigende Einwohnerzahlen bringen es aber auch mit sich, dass die Entsorgungsstruktur mitwachsen muss. Bis heute betreibt Königsmoos gemeinsam mit Karlshuldeine Kläranlage, die für 12.000 Einwohner ausgelegt ist. Doch die platzt aus allen Nähten und wird in den kommenden Jahren für 17.500 Einwohner erweitert. Nach vielen Überlegungen, für Königsmoos eine eigene Kläranlage zu bauen, war klar, dass diese Variante unwirtschaftlich sein würde. So entschied man sich gemeinsam mit Karlshuld, die bestehende Kläranlage zu erweitern und wie schon in der Vergangenheit gemeinsam zu betreiben. Seißler gibt einen kleinen Ausblick auf die laufenden Planungen: „Wir werden die Anlage für etwa 5 Mio. Euro nicht nur baulich vergrößern, sondern diese auch energetisch nach dem modernsten Stand der Technik modernisieren“. So soll ein Faulturm errichtet werden, der die Kläranlage durch die Verwertung des entstehenden Klärschlamms mit Strom zur Eigennutzung versorgt. Hier haben die Planer der Gemeinden im kommenden Jahr noch viel Arbeit vor sich, bevor mit dem Bau im Jahr 2022 begonnen werden kann.

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Kinderbetreuung wird sichergestellt

Neben diesen Baumaßnahmen wurde auch im sozialen Bereich vieles voran gebracht. Mittlerweile stehen insgesamt 200 Betreuungsplätze im Kindergarten und 60 Plätze in der Kinderkrippe zur Verfügung, die sehr gut angenommen werden. Während der Kindergarten fast voll belegt ist, kann die Krippe noch einige Kinder aufnehmen. Es muss sich also niemand Sorgen machen, für sein Kind in der Heimatgemeinde keinen Platz zu bekommen.

So wird der zukünftige Dorfladen in Klingsmoos zwischen dem Tagespflegeheim und dem Mehrgenerationenhaus an der Pöttmeser Straße aussehen. Neben Lebensmitteln und Dingen für den täglichen Bedarf wird es dort auch eine Paketannahmestelle geben.

Corona und die Wirtschaft

Sehr nachdenklich ist der Blick von Heinrich Seißler, wenn er die vergangenen sechs Monate Revue passieren lässt. Es war in jeder Hinsicht ein aufregendes erstes Halbjahr, das gleichzeitig eine Fülle von Veränderungen mit sich brachte. Zum Jahresbeginn ahnte noch kaum jemand, wie grundlegend Covid-19 bald alles beeinflussen würde. Doch konnten bis jetzt die auftretenden Herausforderungen gut gemeistert werden. Inwieweit Corona Auswirkungen auf die Betriebe in der Gemeinde hat, ist noch schwer abzuschätzen. Einige Firmen hat es hart getroffen, für sie bedeutete der Lockdown einen Totalausfall. Andere – vor allem die Handwerksbetriebe – konnten ihren Betrieb weitgehend unverändert fortführen. Trotzdem werden die Einnahmen der Gemeinde durch Gewerbesteuern auf absehbare Zeit deutlich sinken, was für die Verwaltung merkliche Einschränkungen mit sich bringen wird.

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Neuer Gemeinderat

So gibt es in der kommende Zeit viele Herausforderungen zu bewältigen für den im Frühjahr neu gewählten Gemeinderat. Den vier ausgeschiedenen Gemeinderatsmitgliedern folgten einige Neulinge. „Wir haben während der letzten Monate viele Dinge voran gebracht und umgesetzt, weil wir im neuen Gemeinderat aufgrund sehr sachlicher Diskussionen gute Sachentscheidungen treffen können“, berichtet Seißler aus der Arbeit im neu zusammengesetzten Gremium, das sich im vierwöchentlichen Rhythmus unter Beachtung aller Sicherheitsmaßnahmen trifft. Durch die Coronakrise hat sich allerdings die Arbeit in der Gemeinde grundlegend verändert. Alles sei kompliziert geworden und brauche übermäßig viel Zeit, berichtet Bürgermeister Seißler. „Es sind unzählige Abstimmungsgespräche nötig, es gibt kaum mehr Routine mit gewohnten Abläufen – und das zehrt an den Nerven.“ Doch trotz aller Widrigkeiten – egal ob im Kindergarten, am Bauhof oder im Rathaus – helfende Hände fanden sich überall. Denn schließlich mussten wichtige Strukturen, die ständige Betreuung erfordern wie z. B. das Abwassersystem, am Laufen gehalten werden. Innerhalb der Gemeinde konnte Seißler sehr viel Positives erfahren und ist stolz auf das Engagement seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger. Das spiegelt sich auch in einer merklich gestiegenen Wertschätzung von lokalen Produkten und Dienstleistungen wieder.

Die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats in Königsmoos im Mai war geprägt von den neue Abstands- und Hygieneregeln, die heute selbstverständlich sind.

Ein Dorfladen entsteht

Vor allem der Zusammenhalt der Königsmooser untereinander begeistert den Rathauschef. Jeder hilft und unterstützt den anderen, wo er kann. Nachbarschaftshilfen und Vereine bieten ihre Hilfe zum Beispiel beim Einkaufen an und wer Hilfe braucht, kann sich auf den anderen verlassen. Da ist es eine gute Unterstützung, dass die Pläne für den neuen Dorfladen Gestalt annehmen, der im Zentrum von Klingsmoos zwischen Tagespflegeheim und Mehrgenerationenhaus an der Pöttmeser Straße gebaut wird. „Ich bin stolz darauf, dass wir es geschafft haben, im Zuge der Dorferneuerung die Nahversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger sicher zu stellen“, erzählt Seißler. Die Pläne für das Gebäude sind abgestimmt, jetzt gilt es noch, die Ausstattung wie Kühltheken, Ladentresen oder Regale auszusuchen und anzuschaffen. Dann kann der Dorfladen nach dreijähriger Vorbereitungsphase Ende nächsten Jahres auf ca. 200 m² starten. Angeboten werden Dinge des täglichen Bedarfs, frische regionale Produkte wie Obst, Gemüse, Eier oder Back- und Fleischwaren. Sogar eine kleine Paketannahmestelle der Post soll dort integriert werden. Finanziert wird der Dorfladen durch eine Genossenschaft, für die jeder Anteile im Wert von 250 Euro zeichnen kann. „Bisher haben wir schon sehr gute Resonanz in der Bevölkerung“, berichtet Seißler und ist stolz auf seine Königsmooser, die schon jetzt mehr Anteile der Genossenschaft gezeichnet haben als erhofft war. Das freut die Verantwortlichen, denn wenn mehr Geld zusammen kommt, wird der Handlungsspielraum größer und die Genossenschaft finanziell entlastet. „Durch die Corona-Krise sind wir alle wieder ein Stück weiter zusammen gerückt“, resümiert Heinrich Seißler und ist sich sicher, dass die Gemeinde die Situation auch während der kommenden Monate gut meistern wird.

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