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26.05.2017

12,1 Millionen für die Uni

Unterstützung Wie die Krebsforschung durch das Geld gestärkt wird

Ulm Großer Erfolg für die Universität Ulm: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die Einrichtung des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1279 „Nutzung des menschlichen Peptidoms für die Entwicklung neuer antimikrobieller und Anti-Krebs-Therapeutika“. Im Zentrum des mit rund 12,1 Millionen Euro geförderten und zunächst auf vier Jahre angelegten Forschungsvorhabens stehen körpereigene Peptide. Dies sind kleine „Eiweißbausteine“ mit großem Potenzial für die Behandlung von Krebs und Infektionskrankheiten.

„Tatsächlich umfasst das Peptidom, das heißt die Gesamtheit der Peptide des Menschen, Millionen von Verbindungen, von denen manche die Immunabwehr von Bakterien und Viren stärken oder die Ausbreitung von Krebszellen hemmen können. Allerdings ist erst ein Bruchteil davon charakterisiert“, erklärt SFB-Sprecher Professor Frank Kirchhoff, Leiter des Ulmer Instituts für Molekulare Virologie. Das Peptidom stelle deshalb eine fast unerschöpfliche Quelle für neuartige Biowirkstoffe dar, ergänzt Professor Jan Münch, stellvertretender Leiter des Instituts für Molekulare Virologie.

Hauptziel des neuen Sonderforschungsbereichs ist es, Peptide zur nebenwirkungsarmen Bekämpfung von Infektionskrankheiten sowie Krebs zu identifizieren – und diese mit neuen Technologien für den therapeutischen Einsatz im menschlichen Körper zu optimieren. Dazu haben sich renommierte Mikrobiologen, Virologen sowie Krebsforscher mit Quantenphysikern, Pharmakologen und weiteren Wissenschaftlern der Universität Ulm zusammengeschlossen.

Eine Schlüsselrolle für ihre wissenschaftliche Arbeit spielen Peptidbanken aus menschlichen Körperflüssigkeiten, wie sie etwa bereits im Ulmer Zentrum für Peptidpharmazeutika eingesetzt werden. (az)

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