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Investition

21.11.2012

20 Millionen für das Lessing-Gymnasium

Das Lessing-Gymnasium in Neu-Ulm wird generalsaniert und erweitert: Die Baukosten werden auf etwa 20 Millionen Euro geschätzt.
Bild: Alexander Kaya

Sanierung und Erweiterungsbau werden teuer. Europaweiter Wettbewerb wird ausgeschrieben

Neu-Ulm Das Lessing-Gymnasium in Neu-Ulm muss generalsaniert und erweitert werden – und das wird für den Landkreis nicht billig: Die Baukosten schätzt Kreisbaumeister Rudolf Hartberger auf rund 20 Millionen Euro. Über elf Millionen soll allein der Neubau kosten.

Landrat Erich Josef Geßner sagte in der Sitzung des Kreis-Bauausschusses, es sei positiv, dass das Lessing-Gymnasium wieder Zulauf habe. „Das liegt sicher auch an den Investitionen im Bereich der Mensa und der Bibliothek.“ Außerdem kämen offene und gebundene Ganztagesklassen gut an.

Weil sich die Schülerzahlen so massiv nach oben entwickelt haben – im Schuljahr 2007/08 waren nur 482 Mädchen und Jungen an der Schule, in diesem Jahr sind es 698 – muss das Gebäude erweitert werden. Und zwar um ein ganzes Stück: Die geplante Erweiterungsfläche beträgt über ein Drittel der bereits bestehenden Fläche.

Um die Schule herum gibt es allerdings nicht viel Platz für einen solchen Neubau. Im Norden liegen die Lehrerparkplätze an der Augsburger Straße, im Osten schließen sich die Sportflächen an. Außerdem sollen die alten Bäume an der Augsburger und der Offenhauser Straße erhalten bleiben.

Für den Erweiterungsbau und einigen Umbauten im bestehenden Gebäude gibt es also keine einfache Lösung – deshalb hat der Bauausschuss des Landkreises einstimmig beschlossen, einen sogenannten „Nichtoffenen Wettbewerb“ um die Hochbauplanung durchzuführen. Das bedeutet, dass die Anzahl der Wettbewerbsteilnehmer beschränkt ist – in diesem Fall auf 30 Bewerber. Maximal acht Bewerber davon kann die Verwaltung direkt einladen. Aufgrund der Bausumme wird der Wettbewerb europaweit ausgelobt.

Die Baukosten muss der Landkreis nicht alleine tragen: Kreisbaumeister Hartberger sagte, es könne unter anderem mit Zuschüssen in Höhe von 40 Prozent des Kostenrichtwerts gerechnet werden.

In der Diskussion im Bauausschuss regte Helmut Meisel (Bündnis 90/Die Grünen) an, wie schon bei der Erweiterung der Fach- und Berufsoberschule auf den Passivhaus-Standard zu setzen. „Zumindest im neuen Gebäudeteil könnte man das doch probieren.“ Landrat Geßner vermerkte, man wolle soweit möglich versuchen, diesem Wunsch zu entsprechen. Geßner stellte außerdem den vorläufigen Zeitplan für den Wettbewerb vor: Bereits im Januar soll die Ausschreibung veröffentlicht werden, bis Ende April sollen die Pläne vorgelegt sein. Die Entscheidung für einen Architekten soll im Mai fallen – schon jetzt sind die Kreisräte auf die Lösungsvorschläge gespannt. (tai)

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