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Senden

07.01.2019

2019 steht bei der katholischen Gemeinde das nächste Großprojekt an

Neujahrsgrüße im Haus der Begegnung: (von links) Stadtpfarrer Stephan Spiegel, der scheidende Kirchenpfleger Peter Kaiser, Kurt Flemisch und Théophile Gaba-Dovi vom Kirchengemeinderat sowie Bürgermeister Raphael Bögge.
Bild: Angela Häusler

Der scheidende Kirchenpfleger Peter Kaiser blickt in Senden auf ereignisreiche Jahre zurück – und auf eine lang erwartete Renovierung voraus.

Noch in diesem Jahr soll die Ayer Maria-Hilf-Kapelle renoviert werden – das erklärte der scheidende Kirchenpfleger Peter Kaiser am Sonntag beim Jahresempfang der katholischen Kirchengemeinde St. Josef Senden. Er erhielt zum Abschied große Anerkennung für seine Arbeit.

„Es waren zehn ereignisreiche Jahre, die viel Kraft gefordert haben“, sagte Kaiser in seiner letzten Rede vor Gemeindemitgliedern und Vertretern der Stadt im Haus der Begegnung. Schließlich sei die Zeit von mehreren großen Bauprojekten geprägt gewesen, etwa den Kirchenrenovierungen St. Josef und Jodok sowie dem Anbau am Kinderzentrum St. Christophorus. Auch neue Glockenstühle und Orgelrenovierungen fielen an. „Es war nicht immer leicht, die finanziellen Mittel zusammenzubekommen“, erinnerte sich Kaiser und betonte, dass es ohne die Hilfe privater Spender nicht gegangen wäre. Besonderen Dank schulde er den vielen Ehrenamtlichen, „sie sind die Stütze der Pfarrei“, sagte Kaiser, der mit langem Applaus bedacht wurde.

Die Sanierung der Kapelle in Ay hat sich immer wieder verzögert

2019 steht für die Verantwortlichen ein weiteres Großprojekt an: Sechs Jahre nach der sicherheitsbedingten Stilllegung der Kapelle in Ay soll das rund 250 Jahre alte Gotteshaus noch in diesem Jahr hergerichtet werden. Der Baubeginn habe sich wegen unvorhersehbarer Ereignisse leider immer wieder verzögert, erklärte Kaiser dazu. 2019 aber sei es so weit, der notwendige außerordentliche Haushalt sei bereits genehmigt, die Mittel stünden nun bereit.

Des Weiteren ist heuer die Umsetzung eines barrierefreien Zugangs zur Kirche St. Jodok geplant, die schon seit 2015 auf dem Wunschzettel der Gemeinde steht.

Bereits in seiner Predigt in der Sonntagsmesse würdigte Stadtpfarrer Stephan Spiegel die Arbeit des langjährigen Kirchenpflegers und Verwaltungsstellenleiters Kaiser. Jener habe seine Aufgaben immer „mit Herzblut erfüllt“ und anfallende Probleme mit viel persönlichem Engagement bearbeitet und gelöst. Kaiser habe in der Kirchenverwaltung „eine großartige Leistung“ gezeigt, so Spiegel.

Die Sternsinger haben in Senden 4000 Euro gesammelt

Es werde für einen Nachfolger nicht einfach sein, die Fußstapfen des zum 31. Dezember ausgeschiedenen Amtsinhabers auszufüllen, meinte Spiegel beim anschließenden Empfang. Die Bewerbungsfrist für die neu ausgeschriebene Stelle ist gerade abgelaufen. Anders als bisher wird die Pfarrei künftig von einem hauptamtlich angestellten Mitarbeiter verwaltet. Spiegel rechnet damit, in den nächsten Wochen Bewerbungsgespräche führen zu können. Wann die Verwalter-Stelle wiederbesetzt wird, hänge auch davon ab, ab wann potenzielle Nachfolger in Senden anfangen können.

Über die Aussicht auf die Kapellenrenovierung in den nächsten Monaten zeigte sich Sendens Bürgermeister Raphael Bögge zufrieden: Wie auch der Verein der Kapellenfreunde Ay habe die Stadt einen Zuschuss bereitgestellt und sei froh, „dass wir das Geld endlich loswerden können“. In der Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde stehe außerdem ein weiterer Schritt an, nämlich der Bau des neuen Kindergartens auf dem Webereiareal, dessen Betrieb die Kirche übernimmt.

Auch die Sternsinger wurden beim Jahresempfang begrüßt. Sie waren in den vergangenen Tagen in den Sendener Straßen unterwegs und sammelten bei den Spendern rund 4000 Euro, die in diesem Jahr an Kinder mit Behinderung in Peru gehen. Die endgültige Summe wird aber noch bekannt gegeben.

Mehr über Ay lesen Sie hier: Warum wird die Maria-Hilf-Kapelle nicht saniert? und Bürger aus Ay klagen über Raserei

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