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Ulm

20.03.2018

ADFC hofft auf Radschnellwege

Ein Radler auf einem geräumten Weg in der Ulmer Schülinstraße. In Neu-Ulm bleibt der Schnee sogar auf Hauptrouten liegen, kritisiert der ADFC.
Bild: Alexander Kaya (Archivfoto)

Die Verantwortlichen des Fahrradclubs sehen für 2018 große Aufgaben. Wie die Chancen für die Vision Express-Verbindungen stehen.

In Ulm träumen die Radfahrer von der Zukunft, auf der anderen Seite der Donau ist die Gegenwart reichlich ernüchternd. „Es ist schon bemerkenswert, dass es die Stadt nicht schafft, wenigstens die wichtigsten Hauptradwege zu räumen“, sagt Walter Radtke, einer der Vorsitzenden des ADFC–Kreisverbands Neu-Ulm. Radtkes befürchtet, dass die Wege vereisen und dann für Tage oder Wochen unbenutzbar werden. Es ist nicht die einzige verkehrspolitische Frage, mit dem sich die Mitglieder des Fahrradklubs ADFC in diesem Jahr beschäftigen wollen.

Der Kreis Neu-Ulm und die Stadt Weißenhorn sind 2017 der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen beigetreten. „Das ist für uns eine tolle Sache“, sagt Radtke. Der Stadtrat von Neu-Ulm dagegen habe diesen Schritt schon zwei Mal abgelehnt. Die Stadt Ulm lobt Radtke: „Da haben wir durchgängig mehrere, die mit uns am gleichen Strang ziehen“, sagt er und hebt Oberbürgermeister Gunter Czisch, Baubürgermeister Tim von Winning und Radverkehrsbeauftragte Friederike Christian hervor.

Mit Ulm verknüpft der ADFC eine große Hoffnung. Das baden-württembergische Verkehrsministerium hat analysieren lassen, auf welchen Strecken Radschnellwege in Frage kommen. Drei Pilotprojekte bei Stuttgart, Mannheim und Heilbronn werden bereits geplant. In der Analyse des Ministeriums sind auch die Strecken Ulm-Erbach und Ulm-Blaustein aufgeführt. Doch dort schätzt das Ministerium das Potenzial möglicher Nutzer zu niedrig ein, als dass sich ein solches Projekt lohnen würde. Dennoch könnten Stadt und Landkreise die Wege ausbauen. Sie müssten die Kosten tragen und entscheiden nach Auskunft einer Ministeriumssprecherin selbstständig, welchen Standard sie anwenden. Wenn durch eine lokale Untersuchungen oder neue Erkenntnisse nachgewiesen werde, dass das Potenzial der Strecke höher liegt als nach derzeit angenommen, landesweit in 2017 verfügbaren Daten anzunehmen, werde das Verkehrsministerium seine Einschätzung korrigieren.

Die Express-Verbindungen bleiben also wohl zunächst Zukunftsmusik. Auch so sehen die Verantwortlichen des ADFC große Aufgaben. In Neu-Ulm fehlt aus Sicht des ADFC ein Konzept für Hauptrouten wie Allgäuer Ring, Reuttier Straße, Memminger Straße und die Gegend rund um den Bahnhof. An letzterem bestehe auch in Ulm Nachholbedarf. Wenn die Bauarbeiten dort fertiggestellt sind, wird es auch ein Fahrradparkhaus geben, hofft Beckmann. Denn am Hauptbahnhof seien im Sommer bis zu 1000 Fahrräder gleichzeitig abgestellt. Für die brauche es eine vernünftige Lösung – was auch vor anderen öffentlichen Gebäuden gelte. Der ADFC will zudem eine bessere Beschilderung der Radwege durchsetzen, das Wegenetz verbessern und erreichen, dass Rad- und Fußweg an der Donau künftig getrennt voneinander verlaufen.

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