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Idee

07.07.2016

Abgespecktes Klostermuseum

Arbeitsgruppe nimmt von alten Plänen Abstand und hat für eine mögliche Ausstellung nun das alte Oberelchinger Rathaus im Visier

In der nächsten Gemeinderatssitzung soll es ernst werden mit dem viel diskutierten Oberelchinger Klostermuseum. Allerdings werden dann wahrscheinlich deutlich kleinere Brötchen gebacken als ursprünglich einmal angedacht.

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Die favorisierte Unterbringung in der Oberelchinger Grundschule dürfte nach Aussage von Manfred Bittner, dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Klostermuseum Oberelchingen, keine Mehrheit in den Fraktionen des Gemeinderates finden.

Die Arbeitsgruppe will nun ein Konzept für die Installation von zwei musealen Showräumen im alten Oberelchinger Rathaus vorstellen. Die Räumlichkeiten dienten ehemals dem Forstamt als Amtszimmer. Sie entsprechen in etwa der Größe von Klassenzimmern in der Grundschule und würden eine Gesamtausstellungsfläche von rund 300 Quadratmetern bieten.

Abgespecktes Klostermuseum

Dies kündigte Eule-Politiker Bittner in der jüngsten Gemeinderatssitzung an. Allerdings fehle im Konzept noch die Unterbringung für ein Depot, in dem die nicht ausgestellten Exponate gelagert werden könnten. Nach Meinung der Arbeitsgruppe ist die Einrichtung eines großen Hauses für ein Klostermuseum in Oberelchingen nach der negativ ausgefallenen Machbarkeitsstudie bei den Fraktionen im Rat nicht mehr durchsetzbar.

Noch vor einigen Monaten verband sich mit der Gründung der Arbeitsgruppe die Hoffnung, dass in der Museumsfrage „Licht am Ende des Tunnels“ zu sehen sei. „Wir werden unsere musealen Schätze der Öffentlichkeit zugänglich machen“, meinte Bittner damals und stellte der „frustrierenden Machbarkeitsstudie für ein Klostermuseum“ die Realisierung eines regionalen Museums mit überregional bedeutsamen Beständen der ehemaligen Reichsabtei Elchingen gegenüber.

„Wir brauchen erst ein Konzept, dann können wir über die Finanzierung sprechen“, erklärte Bürgermeister Joachim Eisenkolb daraufhin. Dieses Konzept will die Arbeitsgruppe nun in der nächsten öffentlichen Sitzung dem Gemeinderat vorlegen. (mde)

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