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Weißenhorn

24.08.2018

Abschied von Pfarrer Mooser: Der Seelsorger zieht ins Fünf-Seen-Land

Bernhard Mooser beim Festgottesdienst an Mariä Himmelfahrt mit Pfarrsekretärin Erika Reibl (rechts) und Gemeindereferentin Ursula Lobmaier.
Bild: A. Brücken

Nach fünf Jahren verlässt Stadtpfarrer Bernhard Mooser die Pfarrei Weißenhorn. Eine Wasserschlacht bleibt ihm in guter Erinnerung.

Bernhard Mooser ist im Umzugsstress. Bis 31. August verrichtet der katholische Stadtpfarrer seinen Dienst in Weißenhorn. Parallel dazu richtet er sich bereits sein neues Zuhause östlich des Ammersees ein. In einem zuvor leer gestandenen Pfarrhof im Seefelder Ortsteil Oberalting (Kreis Starnberg) will sich der 67-Jährige aber noch nicht komplett zur Ruhe setzen: Vielmehr möchte er als Seelsorger in den Dekanaten Starnberg, Landsberg und Dießen mithelfen, wo es nötig ist.

Vor fünf Jahren war Mooser von Schongau nach Weißenhorn gekommen. Jetzt zieht es ihn wieder nach Oberbayern zurück, wo seine Wurzeln liegen. „Ich wollte eigentlich noch ein bis zwei Jahre in Weißenhorn bleiben“, erzählt er. Doch angesichts der bevorstehenden Veränderungen in der hiesigen Pfarrei wolle er seinem Nachfolger das Feld überlassen. Wie berichtet, soll die Pfarrei Weißenhorn mit den bislang noch von den Claretinern betreuten Pfarreien Hegelhofen, Attenhofen und Bubenhausen zu einer Pfarreiengemeinschaft zusammengelegt werden. In dem Zuge soll das Pfarrbüro an der Fuggerstraße erweitert und Mooser zufolge behindertengerecht ausgebaut werden. Zudem soll dort eine zusätzliche Wohnung entstehen für einen mitarbeitenden Priester, der seinen Nachfolger Lothar Hartmann unterstützen wird.

Nahtloser Übergang zum Nachfolger

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Als sehr wertvoll, aber auch nicht einfach bezeichnet Mooser im Rückblick seine Zeit in Weißenhorn. Er lobt die vielen Ehrenamtlichen, die ihn in den fünf Jahren unterstützt haben. Allerdings sagt der Geistliche auch: „Die Seelsorge wird immer schwieriger, weil die Entfremdung der Menschen vom Christlichen immer größer wird.“ Das habe er häufig bei Tauf- und Beerdigungsgesprächen gemerkt. „Es kostet viel Kraft, den Menschen seelsorglich beizustehen.“ Das sei natürlich nicht nur in Weißenhorn der Fall. Er sei weder frustriert, noch ausgebrannt, betont der 67-Jährige. Er freue sich nun einfach darauf, aus der Erstverantwortung als leitender Pfarrer zu treten und als mithelfender Priester in die zweite Reihe zu rücken.

Befragt nach seinen persönlichen Höhepunkten während seiner Zeit in der Fuggerstadt fallen Mooser spontan zwei Dinge ein: die monatlichen Bibelabende mit tief gehenden Gesprächen und eine ordentliche Wasserschlacht mit Ministranten an einem heißen Sommertag. „Das war richtig schön, das ganz normal Menschliche“, sagt Mooser über Zweiteres.

Große Freude bereitete ihm jüngst auch der Festgottesdienst und das anschließende Pfarrfest mit vielen Gästen an Mariä Himmelfahrt. Dabei wurde nicht nur er, sondern auch die Pfarrhaushälterin Anna Weiher und die Gemeindereferentin Ursula Lobmaier verabschiedet. Das Thema seiner Predigt an diesem Tag: die Lebensfreude aus einem tiefen Gottvertrauen heraus. Mooser schloss mit dem Gedanken: Wer nicht genießen kann, wird irgendwann ungenießbar.

Der Übergang zu seinem Nachfolger Lothar Hartmann erfolgt nächste Woche ohne Unterbrechung: Der Dillinger fängt am 1. September an, einen Tag später leitet er seinen ersten Sonntagsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche.

Welche Erwartungen Lothar Hartmann an seine neue Aufgabe hat, lesen Sie hier.

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