Newsticker

Merkel betont Notwendigkeit weiterer Corona-Beschränkungen
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Abwasser wird in Senden deutlich teurer

Senden

23.11.2018

Abwasser wird in Senden deutlich teurer

Die Gebühren für Abwasser steigen in Senden ab dem Jahr 2019 deutlich. Auch Müll wird in der Stadt teurer.

Ab 2019 kostet zudem die Müllabfuhr in Senden mehr. Doch es gibt auch eine positive Nachricht.

Ab Januar nächsten Jahres soll die Schmutzwassergebühr in Senden um 30 Cent pro Kubikmeter deutlich steigen. Statt 1,70 Euro müssen Bürger dann zwei Euro bezahlen. Die Niederschlagswassergebühr will die Stadt ebenso anheben, um drei Cent auf insgesamt 30 Cent pro Quadratmeter. Die beiden Gebühren werden getrennt berechnet, sei die Stadt 2017 auf die gesplittete Abwassergebühr umgestellt hat. Frühere Rechnungen, in denen noch beide Gebühren zusammengerechnet erhoben wurden, lassen sich deswegen schwer mit den aktuellen vergleichen.

Der Sendener Werkausschuss hat in seiner Sitzung den Vorschlag der Verwaltung so gebilligt. Lediglich Regina Rusch ( SPD) fragte in der Sitzung des Werkausschusses nach einer mäßigeren Steigerung. Dafür gebe es keinen Spielraum, erklärte Stadtkämmerer Manuel Haas. Die Kalkulationen seien lediglich auf eine Kostendeckung ausgerichtet. Positiv ist, dass die Frischwassergebühren in den Jahren 2019 und 2020 bei 1,50 Euro pro Kubikmeter bleiben.

Der Unterhalt des Kanalnetzes in Senden war teurer

Ein Grund für die Erhöhungen sind laut Verwaltung, dass für den Unterhalt des Kanalnetzes höhere Kosten anfielen als geplant. Demnach werden rund zwei Millionen Euro in den nächsten beiden Jahren für den Unterhalt benötigt – das sind rund 367000 Euro mehr, als eingeplant waren. Zudem müssten Baumaßnahmen aus dem Jahr 2018 nachfinanziert werden.

Auch beim Müll erhöhen sich ab 2019 die Abgaben: Die Abfallgebühren steigen im Schnitt um acht Prozent. Eine 80-Liter-Mülltonne beispielsweise kostet dann 8,40 Euro statt bisher 7,80 Euro im Monat. Die weitaus größere 1100-Liter-Tonne 127,05 Euro statt 117,95 Euro.

Die Neukalkulation wurde laut Verwaltung nötig, weil die Stadt seit 2018 höhere Entsorgungsgebühren an den Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises bezahlen muss. Zudem sind die Gebühren in den letzten Jahren nicht angestiegen, weil noch ein finanzielles Polster in den Eigenbetrieben vorhanden war. Bei ihrer Neukalkulation geht die Stadt weiterhin von einer Restmüllmenge von 2600 Tonnen aus.

Der gesamte Stadtrat muss den Empfehlungsbeschlüssen, die der Werkausschuss gefasst hat, noch zustimmen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren