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Holzheim

23.05.2018

Ärger um Mauern und Hecken geht weiter

Zahlreiche Grundstückseigner haben im Holzheimer Neubaugebiet mit unzulässigen Einfriedungen gegen die Vorgaben des Bebauungsplanes verstoßen.
Bild: Symbolfoto Angelika Warmuth, dpa

Bei den Verstößen gegen die Vorgaben des Bebauungsplans im Neubaugebiet „An der Breite“ in Holzheim zeichnet sich noch keine Lösung ab.

Bei den unzulässigen Einfriedungen im Neubaugebiet „An der Breite“ zeichnet sich noch keine Lösung ab. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Holzheimer Gemeinderats deutlich, als Mitglied Martin Volk (SPD/UWH) nach dem Stand der Angelegenheit fragte.

Zahlreiche Grundstückseigner hatten sich wie berichtet bei der Gestaltung der Einfriedungen nicht an die eindeutigen Vorgaben des Bebauungsplanes gehalten, obwohl sie Bürgermeisterin Ursula Brauchle zufolge wiederholt darauf hingewiesen worden sind, unter anderem auch beim Abschluss der Kaufverträge. Dabei seien die Abweichungen von der Bauleitplanung schon im Vorjahr mitnichten nur vom Gemeinderat bei einem gemeinsamen Ortstermin festgestellt worden, sagte Brauchle. „Wir sind ja auch von mehreren betroffenen Nachbarn aufgefordert worden, gegen die Verstöße einzuschreiten.“

Die daraufhin in Abstimmung mit dem Landratsamt Neu-Ulm angebotene Kompromisslösung mit Sockelhöhen von 45 Zentimetern respektive einer Gesamthöhe von 145 Zentimetern bei aufgesetzten Zäunen oder Hecken habe die Problematik nur in wenigen Fällen entschärft, ergänzte die Rathauschefin. Der Gemeinderat hatte einigen Anliegern auf deren Anträge hin Befreiungen von den Vorgaben des Bebauungsplanes erteilt, der eigentlich wie von der Unteren Naturschutzbehörde gefordert „kleintiergängige“ Einfriedungen verlangt und jegliche Sockel untersagt.

Andere Grundstückseigentümer haben offenbar auf die Schreiben der Gemeinde nicht reagiert, wieder ein anderer hat laut Brauchle gegen die Kommune beim Verwaltungsgericht geklagt, bislang ohne Entscheidung. Aus Sicht Brauchles bemerkenswert: „Insbesondere diejenigen, die gravierend gegen die Vorgaben verstoßen haben, sind wohl an einer Befreiung auf Basis der Kompromisslösung nicht interessiert.“ Allerdings seien noch nicht alle „Bausünder“ angeschrieben worden, räumte Bauamtsleiter Alexander Gehr ein. Unabhängig davon müsse sich der Gemeinderat demnächst wieder mit dem Sachverhalt beschäftigen, kündigte Brauchle an. Womöglich nicht nur das Gremium allein. Auf die Frage von Alexander Keller (CSU/DG) nach dem Verfahren bei längst fertigen unzulässigen Einfriedungen sagte Gehr: „Das ist Sache der Aufsichtsbehörde.“

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