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Illerberg

23.11.2017

Ärger wegen Sozialwohnungen

Der Thaler Dorfmittelpunkt wird derzeit umgestaltet. Das Projekt kostet rund 2,7 Millionen Euro.
Bild:  Ursula Katharina Balken

Die Illerberger fühlen sich nicht ausreichend informiert. Die neue Dorfmitte in Thal soll bald fertig sein.

In der Schützstraße in Illerberg entsteht derzeit ein neues Gebäude. Bauherr ist die Stadt Vöhringen, die dort ein soziales Wohnungsbauprojekt umsetzt. In den 17 Wohnungen sollen bis zu 42 Personen einziehen können. Doch nicht allen Illerbergern scheint das Projekt zu gefallen. Zwei Anwohner beklagten bei der Bürgerversammlung, dass sie nicht ausreichend über das Vorhaben informiert worden seien.

Herbert Stefan und Peter Jall sagten unisono, dass sie ein „so großes Haus“ nicht in ihrer Nachbarschaft wünschten. Stefan sagte wörtlich: „Mir ist es egal, wer da einzieht. Aber man hätte die direkten Nachbarn vorher über das Objekt in Kenntnis setzen sollen.“

Bürgermeister Karl Janson erwiderte, die Stadt halte sich an die gesetzlichen Vorschriften – und die besagen, Wohnraum zu verdichten und die zur Verfügung stehenden Flächen optimal zu nutzen. Außerdem gehe es auch um die Verpflichtung der Stadt, bezahlbares Wohnen für sozial Schwache in dem Ort möglich zu machen.

Die Sorgen halten sich in Grenzen

Ansonsten hielten sich die Sorgen der anwesenden Bürger in Grenzen. Thea Renz wünscht sich an der Ecke Weißenhorner Straße/Heerstraße einen Spiegel, der der Verkehrssicherheit diene. Hermann Kleiser hat festgestellt, dass so manche Lastwagenfahrer unerlaubterweise den Weg durch die Schützstraße und über den Sandbergweg zur Hauptstraße nehmen. Das seien gewiss keine Anlieferer und es sei gefährlich. Ein Durchfahrverbot für Lastwagen könnte an dieser Stelle Sinn machen, meinte Kleiser. Bürgermeister Janson sagte zu, die Situation dort zu überprüfen.

Zu Beginn der Versammlung ging Janson vor etwas mehr als 30 Besuchern im Gasthaus „Zum Hobel“ ausführlich auf Thals größte Baustelle ein. Die Hauptstraße soll zum Jahresende wieder durchgängig befahrbar sein. Zumindest, wenn das Wetter den Bauarbeitern nicht in die Quere kommt. Auf Höhe der Burgthalschenke werde im Augenblick mit Hochdruck gearbeitet. Weite Teile des Pflaster seien bereits fertig.

Die Stützmauer, von der später der Landgraben seinen Weg nimmt, stehe und das Kaskadenbecken wurde Ende Oktober in die Erde gebracht. Janson sprach von schwierigen Arbeiten im Untergrund. Nicht nur die technische Sanierung war fällig, sondern auch die Erneuerung von Wasserleitung und Regenwasserkanal. Diese Arbeiten können nun abgehakt werden. Die Gesamtkosten für die Umgestaltung belaufen sich auf rund 2,7 Millionen Euro, der staatliche Zuschuss wird bei rund 650000 Euro liegen.

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