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Hauptausschuss

13.02.2015

Alles super im Jugendhaus

Yvonne Rittler

Sozialarbeiter loben die jungen Erwachsenen in Elchingen. Doch von einem Problem berichten sie trotzdem

Drei gute Nachrichten konnte Elchingens Bürgermeister Joachim Eisenkolb dem Haupt-, Finanz- und Sozialausschuss in seiner jüngsten Sitzung bekannt geben. Die erste Nachricht: Alle gemeindlichen Grundstücke des Raab-Karcher-Geländes sind zu einem Quadratmeterpreis von 190 Euro verkauft. Die zweite Nachricht: Die Jugendhilfe Seitz macht gute Arbeit. Davon konnten sich die Räte selbst überzeugen, denn die beiden Jugendpfleger brachten ihnen ihre Arbeit näher.

„Im Jugendtreff läuft alles super“, sagte Bürgermeister Eisenkolb den beiden Jugendpflegern. Er sei selbst oft bei den Jugendlichen zu Gast und könne ihnen, was ihr Verhalten und ihre Aktivitäten betreffe, „nur das beste Zeugnis ausstellen“. Vehement trat er auch dem Vorwurf entgegen, die Jugendlichen würden Unrat vor ihre Container stellen. „Hier wollen scheinbar Bürger die Sperrmüllgebühren sparen und stellen ihr altes Zeug vor dem Jugendhaus ab. Der Dreck kommt nicht von innen, er kommt von außen“, schimpfte Eisenkolb. Die Verwaltung sei im ständigen Kontakt mit den Anliegern des Jugendhauses in der Thalfinger Industriestraße 21 und sie höre nur Positives. Alles sei sauber und in bester Ordnung. Auch die beim Jugendhaus befindliche Firma Lithon Plus habe mit ihren jungen Nachbarn keinerlei Probleme und spendiere diesen sogar Materialien für die Ausgestaltung ihres Domizils.

Yvonne Rittler und Niels Freise (zuständig für Schul-Sozialarbeit) wiesen darauf hin, dass der Begriff „die Jugend von heute“ ein sich ständig verändernder Terminus sei, der der Wirklichkeit selten gerecht werde. Deshalb sei die Kommunikation zwischen Jung und Alt die wichtigste Komponente beim Umgang mit den Jugendlichen. Diese würden in Elchingen sowohl in der Selbstverwaltung ihres Jugendtreffs, als auch in ehrenamtlicher Sozialarbeit bei der Stadtranderholung oder im Haus Tobbit aktiv mitwirken. „Mithilfe der Jugendlichen ist die Stadtranderholung zu einem Riesenerfolg geworden“, sagte Rittler. Sie will zusammen mit den Jugendlichen neue Ideen verwirklichen. Das könnte zum Beispiel eine „Jugendbefragung“ sein, die Antworten auf die Probleme der jungen Generation gibt, ein Mehrgenerationenfest auf dem Thalfinger Festplatz, ein Kinoabend im Hallenbad, eine Schnitzeljagd, ein Jonglierkurs oder der Einsatz des Spielmobils der Jugendhilfe Seitz an verschiedenen Punkten in Elchingen.

Niels Freise, der jeden Mittwoch an der Mittelschule Ansprechpartner für Schüler, Lehrer und Eltern ist, berichtete, dass eines der Hauptprobleme heute das „WhatsApp-Mobbing“ unter einigen Jugendlichen sei, bei dem sich manche zusammenschlössen und die oder den Betreffenden im Netz mit herabsetzenden Äußerungen ausgrenzten. Diesem Problem sei nur beizukommen, wenn man den Jugendlichen klarmache, dass es sich hier um eine Straftat handle. Ansonsten könne man der Elchinger Schuljugend nur das beste Zeugnis ausstellen.

Und dann wäre da noch die dritte Nachricht des Abends, die Eisenkolb zu verkünden hatte: Nach der Sitzung können alle Gemeinderäte sorglos nach Hause gehen, weil dann die Unterelchinger Narren die Macht im Rathaus übernehmen werden. (mde)

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