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Neu-Ulm

16.04.2015

Alpenverein: Ärger um Neuwahl und Turbo-Mitglieder

Dieter Danks

Der Neu-Ulmer Sektion des Alpenvereins geht es gut, dennoch gab es bei der Hauptversammlung auch schiefe Töne

Die Neu-Ulmer Sektion im Deutschen Alpenverein steht, wie ihr wiedergewählter Vorsitzender Dieter Danks und weitere Redner auf der Mitgliederversammlung im Roncallihaus versicherten, „sehr gut“ da. Die Finanzen sind geordnet, die Mitgliederzahlen steigen und die Kletterhalle „Sparkassendome“ in Neu-Ulm gilt als attraktivste ihrer Art in Deutschland.

Dennoch scheint auch im DAV Neu-Ulm nicht alles Gold, was glänzt, wie sich im Gezerre um die Neuwahl des Vorstands erwies. Schriftlich war lange vor Beginn der Versammlung geheime Abstimmung zu den Vorstandswahlen verlangt worden. Dem kam der Wahlausschuss nach. Allerdings lag ihm lediglich eine Aufstellung mit 13 Namen vor. Sämtliche zu vergebenden Posten waren dort bereits verteilt. Über diese Liste sollte komplett und in einem einzigen Wahlgang abgestimmt werden, was nicht jedem Versammlungsteilnehmer gefiel. Manch einer hätte Einzelabstimmung vorgezogen. Dies sei nicht der richtige Ort, wurden solche Bedenken zurückgewiesen, um einzelnen Vorstandsmitgliedern Denkzettel zu verpassen. „Das kann auf andere Weise und an anderer Stelle zweckmäßiger erfolgen als hier“, wandte ein Redner ein. Dass der Haussegen schiefhängt, wurde auch sichtbar, als ein Mitglied dem alten Vorstand die Entlastung verweigerte.

Diese Querelen belasteten den alten und neuen Vorsitzenden Danks nur wenig. In seinem Bericht führte er aus, die Zahl der Mitglieder sei in den vergangenen vier Jahren von 4800 auf nun knapp 7800 gestiegen. Die Kletteranlage an der Reuttier Straße weise nach dem anfänglichen Boom heute normalen Betrieb aus, wie er gewünscht sei. Allerdings gebe es gelegentlich Ärger, wenn die Wände zu Wettkämpfen eine Woche lang für Besucher gesperrt würden. „Aber das Ab-, Um- und Neuanschrauben braucht nun mal seine Zeit“, sagte Danks. Als „epochales Ereignis“ wertete der Vorsitzende die Erfolge seiner Truppe in den „Inline-alpin-Weltmeisterschaften“ in Oberhundem im Sauerland, wo seine Sportler sechs von acht Weltmeistertiteln gewonnen hätten.

Ärger bereiten laut Danks manchen Sektionen die „Turbo-Mitglieder“. Sie wählen Veranstaltungen aus dem DAV-Jahresprogramm, melden sich als neues Mitglied an und treten sogleich wieder aus, wenn sie das Ereignis genutzt haben. „Dazu nehmen sie alles mit, was günstig ist – Versicherungen, preiswerte Unterkünfte, Führungen usf.“ Seine Sektion sei noch nicht betroffen. Sie sei stolz auf alle Mitglieder, die der 114 Jahre alten Sektion seit Jahrzehnten die Treue hielten, manche seit 70 Jahren. Die Verhandlungen um die seit Langem zum Verkauf stehende DAV-Hütte in Blaubeuren seien in ihre konkrete Phase getreten, berichtete Danks. „In den nächsten Monaten“ werde mit dem Abschluss gerechnet.

Der alte Vorstand mit Vorsitzendem Dieter Danks, Stellvertreter Werner Kühl, Schatzmeister Hans Rauth, Schriftführer Dolf Delp und Jugendreferent Sebastian Fendt wurde mit 80 gegen 16 Stimmen im Amt bestätigt.

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