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Neu-Ulm

14.02.2020

Als Erstes sollen die Umlaufsperren am Allgäuer Ring weg

Beim Jahresempfang: (von links) Xaver Merk, Heinz Bierbaum und Karl-Martin Wöhner.
Bild: Gerrit-R. Ranft

Beim Jahresempfang des Linken-Kreisverbands spricht Karl-Martin Wöhner über seine Pläne, falls er Oberbürgermeister von Neu-UIm wird.

Neue Brücken über Donau und Iller will Karl-Martin Wöhner bauen, wenn er nach den Kommunalwahlen vom März Oberbürgermeister in Neu-Ulm geworden sein sollte. Auch um weitere Kindergärten und Grundschulen, um bezahlbaren Wohnraum und günstige Bauplätze für junge Familien will sich der Spitzenkandidat auf der „Bürgerliste Neu-Ulm – Die Linke“ kümmern. Wöhner, bis zum Zerwürfnis mit seiner Fraktion SPD-Stadtrat in Neu-Ulm, hat sein Programm beim Jahresempfang des Linken-Kreisverbands Neu-Ulm/Günzburg am Mittwochabend im Café d’Art vorgestellt. Xaver Merk, Vorsitzender des Linken-Kreisverbands, bezeichnete Wöhner als „einen OB-Kandidaten mit Herz und Verstand“. Er sei der richtige Kommunalpolitiker, um die im Streit um den Nuxit aufgerissenen Gräben zwischen Stadt und Landkreis wieder zuzuschütten und einen Neustart zu ermöglichen.

Er wolle Wähler der Linken und aus der Mittelschicht ansprechen, sagte Wöhner. Vor allem gehe es ihm um Familien, um den Ausbau von Straßen und Radwegen, um Kultur, Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt. „Neu-Ulmer Stadtpolitik ist immer hintendran und reagiert eigentlich nur, statt frühzeitig zu agieren.“ Bei jährlich 1500 Zuzüglern müssten vorausschauend weitere Kindergärten und Schulen geplant werden. Nun entstehe zwar in Burlafingen eine Schule, „aber eben Jahre zu spät“. Familien will Wöhner entlasten, indem er Kopierkosten in den Schulen abschafft, Bauplätze vorrangig an sie, nicht aber an Doppelverdiener vergibt. Nach dem Wiener Modell will er Bauträger verpflichten, grundsätzlich dreißig Prozent als sozialen Wohnungsbau einzuplanen.

Wöhners Pläne für Neu-Ulm: Umlaufsperren am Allgäuer Ring sollen weg

Autos sollen nach Wöhners Vorstellung aus der Innenstadt raus. Deshalb will er sobald wie möglich eine vierte Donaubrücke und den Neubau der Adenauerbrücke. Zwischen Wiblingen und Ludwigsfeld soll ein Fußgängersteg über die Iller entstehen, Ludwigsfeld an die Ulmer Straßenbahn angeschlossen werden. „Und die Radfahrersperren am Allgäuer Ring werden sofort nach meiner Wahl zum Oberbürgermeister abgebaut.“

Als Erstes sollen die Umlaufsperren am Allgäuer Ring weg

Linke-Kreisvorsitzender Merk sah einen Grund zu feiern darin, dass die Linke auf dem Wahlzettel mit der Bürgerliste Neu-Ulm erscheine. Sie trete in ganz Bayern mit 1600 Kandidaten zur Kommunalwahl an und müsse erstmals keine Unterstützerunterschriften mehr einsammeln, um zugelassen werden. Die Kreistagsliste verzeichne immerhin 29 Kandidaten. Außer in den Neu-Ulmer Stadtrat wollen Linke laut Merk nun auch in die Rathäuser von Senden und Illertissen einziehen. Sein Kontakt zu Wöhner bestehe schon länger. Nun sei er froh, dass „Karl-Martin, der für die SPD nicht mehr viel zu tun hat, hier unter uns ist“.

35 Gäste kamen zum Jahresempfang des Linken-Kreisverbands

Aus Saarbrücken war Heinz Bierbaum, Präsident der Europäischen Linken, gekommen, um den 35 Gästen zu erklären, wie die Linke ihr Markenzeichen Ökologie mit der sozialen Frage verknüpfe. „Für diese sozialökologische Transformation brauchen wir Menschen wie Karl-Martin Wöhner.“ Auf die alarmierenden Entwicklungen im Klimawandel, im Autobau und der Digitalisierung sei die traditionelle Politik nicht vorbereitet. Die Linke hingegen entwickle Lösungen. Auch wende sie sich gegen die „expansive Erweiterung der Nato in Richtung Russland“. „Wir leben in einer schwierigen Zeit mit vielen Risiken, die aber neoliberale Lösungen nicht zulassen“. Politische wie auch gesellschaftliche Veränderungen könne es eben nur über die Linke geben.

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