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12.08.2009

Als aus Kasernen Lager wurden

Neu-Ulm (uls) - Vom Glanz der Königlich Bayerischen Garnison blieben nach 1918 nur die Liegenschaften. So auch das Exerziergelände östlich der Memminger Straße, heute Wiley Süd. Die Stadt Neu-Ulm war eine Folge von Donaugrenze und Bundesfestung, deren Selbstverständnis von starker militärischer Präsenz geprägt war. Mit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 standen die Zeichen wieder auf Aufrüstung. Kein Wunder also, dass sich Neu-Ulms OB Nuißl an die wirtschaftliche Kraft einer großen Garnison, an volle Wirtshäuser, eine boomende Bauwirtschaft und florierenden Handel erinnerte. Schon eingangs 1933 forderte er bei den zuständigen Militärbehörden aus Neu-Ulm wieder eine Garnisonsstadt mit Gewicht und entsprechenden Kasernenbauten zu machen. Er befand sich übrigens in guter Gesellschaft. Auch andere Städte buhlten um die Gunst der Militärs, wohl aus gleichen Überlegungen. Am 31. Juli 1934 begannen die Bauarbeiten für die "Reinhardt-Kaserne", zwischen Reuttier- und Finninger Straße. 1951 "Nelson-Kaserne" benannt, folgte ihr 1936, westlich an der Memminger Straße gelegen, die "Ludendorff-Kaserne", heute "Wiley Nord".Die Stadt Neu-Ulm verkaufte dazu 57 000 Quadratmeter für je zwei Reichsmark. 1937 sollte sie fertig sein. Militär- und Kasernenanlagen prägten nun das weite Vorfeld, das Areal vor der Festung. Das "Deutsche Reich" hatte auch das Gelände südlich von Offenhausen über der Bahnlinie "Ulm-Augsburg" als "Heereszeugamtsgelände und "Gleisaufstellungsraum" mit hoher strategischer Bedeutung erkannt und entwickelt. Klar, dass Neu-Ulm, Offenhausen und Pfuhl, von den Alliierten als Teil Ulms wahrgenommen, zwar spät, aber nicht minder schrecklich bebombt wurden (1./4. März 1945). In der Nacht zum 25. April 1945 endete der Krieg für Neu-Ulm. "Die Amis sind da!"

Stadtkern liegt in Schutt und Asche

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