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Ulm

15.01.2019

Als der Winterdienst auf der A8 bei Ulm feststeckte

Die Autobahnmeisterei Ulm/Dornstadt kann nicht allen Witterungsbedingungen trotzen. Wie Autofahrer mithelfen können, um Mega-Staus zu vermeiden.

Es blitzt, ein Wittergewitter bricht über der Autobahnmeisterei nieder, Schneeflocken nehmen fast die Sicht. „Ja, genau so hat es angefangen“, sagt Georg Gotterbarm, der Leiter der Autobahnmeisterei. Das Wetter am Montagabend gleicht dem vom vergangenen Mittwoch, als es auf der A8 zu einem 35 Kilometer langen Stau kam, in dem Fahrer zwölf Stunden lang festsaßen. Einziger Unterschied zur vergangenen Woche: Die Temperatur liegt über dem Gefrierpunkt, die Schneeflocken werden nicht von Autoreifen zu einer Eisschicht verpresst.

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Gotterbarm und ein Dutzend Männer der Frühschicht haben sich zu einer Dienstbesprechung mit Regierungspräsident Klaus Tappeser getroffen. Die Arbeiter blicken zurück auf den Einsatz vom vergangenen Mittwoch: In der Nacht waren die acht Räumfahrzeuge der Autobahnmeisterei insgesamt 3700 Kilometer unterwegs und haben nicht nur Schnee weggeschoben, sondern auch 340 Tonnen Salz verteilt, um die Eisschicht von der Fahrbahn zu bekommen. An Schneetagen, die zehn Zentimeter Neuschnee bringen, reichen meistens 200 Tonnen aus.

Als der Winterdienst auf der A8 bei Ulm feststeckte

A8: Autobahnmeisterei räumt Schnee und streut tonnenweise Salz aus

Für Bernd Bosch begann der Dienst am Mittwochnachmittag um 15 Uhr. An einen regulären Feierabend war nicht zu denken. Bis eine Ablösung eintraf, war es fünf Uhr morgens. Sein Kollege Alexander Döring machte deutlich weniger Kilometer. Am Parkplatz Kemmental kam sein Schneepflug, der ausgeklappt sechseinhalb Meter breit ist, nicht mehr weiter. Lkw standen auf allen drei Spuren fest, eine Rettungsgasse gab es nicht. Erst kurz nach Mitternacht konnte der Schneepflug befreit werden und die Arbeit fortsetzen.

Regierungspräsident Tappeser appelliert an die Autofahrer, bei solchen Wetterlagen unbedingt die Rettungsgasse freizuhalten. Auch wenn der Verkehr komplett stehe und die Räumfahrzeuge nicht mehr weiterkommen, könne wenigstens das Rote Kreuz Tee und Decken bringen. Dazu gehöre eine vorausschauende Fahrweise, um die Rettungsgasse rechtzeitig bilden zu können. Außerdem sollen Fahrer nicht zu dicht auffahren, weil sie nachher keinen Platz mehr zum Rangieren haben.

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