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Neubaugebiet

05.07.2012

„Am Ulmer Hofgut“ bekommt ein neues Gesicht

Die Königsberger Straße verläuft längs der unteren Baumreihe schräg von links nach rechts. Von unten kommt die baumbestandene Hengststraße.
Bild: Gerrit R. Ranft

Künftige Gestaltung steht jetzt größtenteils fest

Ludwigsfeld Die künftige Gestaltung des Neubaugebiets „Am Ulmer Hofgut“ östlich der Königsberger Straße im Neu-Ulmer Stadtteil Ludwigsfeld steht nun größtenteils fest. Nach fast neunstündiger Beratung hat sich die Bewertungskommission am vergangenen Dienstag für den städtebaulichen Entwurf des Kaiserslauterer Planungsbüros MESS GbR entschieden.

Wie Oberbürgermeister Gerold Noerenberg nach Abschluss der Beratungen und der Abstimmung der siebenköpfigen Jury im Pfarrsaal der katholischen Kirche in Ludwigsfeld erläuterte, hatte die Stadt sechs namhafte Städteplaner eingeladen, Entwürfe für das neue Wohngebiet einzureichen.

Gefordert war, rund 200 Wohneinheiten auf einem lang gestreckten etwa sieben Hektar großen Geländestreifen längs der Königsberger Straße unterzubringen. Ursprünglich waren zwei Drittel als Geschosswohnungsbauten vorgesehen. Der Rest sollte als Einzel-, Doppel-, Reihen- und Kettenhäuser geplant werden. Dieses Verhältnis wurde schließlich – vor allem wohl nach Einwänden des Ludwigsfelder CSU-Stadtrats Peter Noll und seiner Fraktion – auf ein Verhältnis von etwa eins zu eins umgewandelt.

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Der Siegerentwurf bietet nach den Worten der Juryvorsitzenden und Münchner Professorin für Städtebau und Regionalplanung, Diplom-Ingenieurin Sophie Wolfrum, „die absolut flächensparendste Lösung aller sechs Angebote“. Damit kommen die Planer laut Oberbürgermeister Noerenberg auch dem neuen bayerischen Grundsatz am nächsten, in Neubaugebieten mit möglichst wenig Landschaftsverbrauch auszukommen. Sogar die Folgekosten des Siegerentwurfs kämen der öffentlichen Hand überaus günstig, sagt Stadtplaner Jörg Oberle.

Nach der Sommerpause wird die Verwaltung laut Oberle zunächst in die Bürgerbeteiligung einsteigen. Voraussichtlich im Oktober gelangt der Entwurf in den Stadtrat. Mit den Erschließungsarbeiten könne 2014 begonnen werden, wobei von Vorteil sei, dass längs der Königsberger Straße bereits die Fernwärmeleitungen verliefen. Um den Absatz des Wohnraums im Neubaugebiet ist den Stadtplanern nicht bang. Die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen und Häusern übersteige das Angebot schon jetzt um das Zehnfache. Mit dem Einzug der etwa 500 neuen Bewohner steigt die Zahl der Ludwigsfelder auf circa 11000. Das verkrafte der Stadtteil, sagt Peter Noll. Die Grundschule sei vorhanden, auch zwei Kirchen mit Kindergärten und zahlreiche Vereine. Das Oberzentrum Ulm/Neu-Ulm liege vor der Hautür, der Nahverkehr funktioniere sehr gut.

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