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Ulm

10.08.2019

Angriff vor Bürgerhaus Mitte war „absolut rassistische Tat“

Vor dem Bürgerhaus Mitte kam es zu dem Angriff.
Bild: Horst Hörger

Der Mann, der vor dem Bürgerhaus Mitte in Ulm auf eine Gruppe von Afrikanern schoss, hat nun Hausverbot. Die Hausmanagerin schreibt an die Stadtspitze.

Bei der Ulmer Polizei und bei der Stuttgarter Staatsanwaltschaft gibt man sich schmallippig: „Keine neuer Sachstand“, heißt es bei beiden Behörden zu den Ermittlungen nach dem Angriff eines 50 Jahre alten Mannes auf eine Gruppe von Afrikanern, die sich am vergangenen Sonntag im Bürgerhaus Mitte in der Ulmer Schaffnerstraße getroffen hatte. Der 50-Jährige war nach Angaben der Polizei mit einem Einhandmesser, einem Schlagring und einer Druckluftwaffe und hat mindestens einen Schuss auf einen 51 Jahre alten Mann abgegeben, der dadurch leicht verletzt wurde. Der Angriff könnte rassistisch motiviert gewesen sein, das spielt auch bei den Ermittlungen der Behörden eine Rolle. Der Schütze soll der Gruppe der Afrikaner auch gedroht haben, er werde „mit seiner Rockergang“ wiederkommen.

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Lesen Sie dazu auch: War der Angriff auf Afrikaner in Ulm politisch motiviert?

Im Bürgerhaus Mitte hat der Angreifer, der dort Zeugenaussagen zufolge schon häufiger aggressiv aufgetreten war, inzwischen Hausverbot. „Das ist ja wohl das Mindeste“, sagt Lothar Heusohn, der Vorsitzende der Zentralen Bürgeragentur Zebra, die für das Hausmanagement zuständig ist. Die Gruppe der Afrikaner sei nach dem Angriff massiv unter Schock gestanden. Hausmanagerin Angelika Tore hat sich am Donnerstag mit den Opfern des Angriffs getroffen. „Das war eine absolut rassistische Tat, da gibt es nichts schönzureden“, sagt sie. Nach dem Treffen, bekennt Torer, sei sie wegen der Schilderungen regelrecht unter Schock gestanden. Details des Gesprächs will die Hausmanagerin nicht preisgeben, zuerst sollen die Stadtspitze und die Gemeinderatsfraktionen informiert werden. (mase)

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