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02.06.2009

Anrührende Bilder schwer kranker Kinder

Ulm (AZ) - Bunt sind die Bilder, aber nicht nur fröhlich. Die mehr als hundert Werke krebskranker Kinder, ihrer Eltern und Geschwister, die bis Mitte Juni in der Sparkasse Ulm zu sehen sind, spiegeln eine Lebensphase wider, die von Hoffnung und Angst geprägt ist. Die Ausstellung zeigt Werke, die auf der onkologischen Station der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin innerhalb des kunsttherapeutischen Angebots entstanden sind. Die Bilder sind in der Kundenhalle der Filialdirektion, Neue Straße 66, in Ulm zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.45 bis 18 Uhr, Freitag 8.45 bis 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Sparkasse Ulm hat sich ganz bewusst für die Ausstellung entschieden: "Denn es ist wirklich faszinierend, wie diese Kinder ihren Gefühlen einen künstlerischen Ausdruck verleihen. Ihre Kreativität und ihre Schaffenskraft bewegen und berühren den Betrachter auf besonders eindrucksvolle Weise", sagte Manfred Oster, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Ulm. Für das kunsttherapeutische Angebot der onkologischen Station übergab Manfred Oster im Rahmen der Vernissage von "Kunterbunte Freiräume" einen Scheck in Höhe von 3000 Euro.

Das Angebot der Kunsttherapie in der Ulmer Klinik wendet sich an die kranken Kinder, ihre Eltern und Geschwister, daher zeigt die Ausstellung Einzel- und Gemeinschaftswerke. Das Angebot versteht sich als ein Baustein im oft lang andauernden Heilungsprozess. "Die beste medizinische Versorgung ist entscheidend für die Heilungschance. Aber gerade für Kinder ist auch wichtig, dass sie im oft belastenden Behandlungsverlauf ihren Willen zum Leben und ihre Freude nicht verlieren und die lange Behandlung durchstehen können - dazu trägt die Kunsttherapie bei", betonte Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und Dekan der Medizinischen Fakultät.

Die Bilder der Ausstellung entstanden unter der Betreuung der Kunsttherapeutin Sabine Hartmann, die in der Universitätsklinik mit den Patienten arbeitet.

Einen wichtigen therapeutischen Wert für die Kinder und ihre Familien sieht sie in der Entdeckung der eigenen Gestaltungskraft: "Die kreative Beschäftigung mit Pastell- und Ölkreiden, mit Buntstiften, Kohle und Acrylfarben bedeutet Freiraum für die Kinder und ihre Eltern. Hier können sie ganz und gar selbst bestimmen, trotz des engen Korsetts aus Untersuchungsroutinen und Medikamentengaben."

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