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Biberberg

13.11.2017

Anwohner beschweren sich über Abwasser-Umlagen

Rund 50 Anwohner aus Biberberg und Balmertshofen kamen zur Bürgerversammlung in die Alte Schule.
Bild: Roland Furthmair

In der Alten Schule in Biberberg kommt das Streitthema zur Sprache. Am Ende gibt es Grund zum Schmunzeln

Eine regelrechte Mammuttour an Bürgerversammlungen im Markt Pfaffenhofen ist zu Ende gegangen. In der Alten Schule in Biberberg informierten sich rund 50 Besucher aus den Ortsteilen Biberberg und Balmertshofen über die aktuellen Entwicklungen.

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Den Auftakt machte Bürgermeister Josef Walz mit einem gut einstündigen Rechenschaftsbericht. Im Anschluss dankte er den Ehrenamtlichen, die sich in den vielen Einrichtungen für die Allgemeinheit einbrächten. Doch so harmonisch wie der Abend begann, verlief er nicht durchgehend. Denn die Anliegen der Einwohner standen im Vordergrund – vor allem die anfallenden Kosten für die Abwasserdruckleitung. Walz erläuterte die Berechnungsmöglichkeiten für die Kosten, die Grundstücks- und Eigenheimbesitzer bezahlen müssen. Er vertrat die Entscheidung, dass der Markt Pfaffenhofen sogenannte Verbesserungsbeiträge erhebt. Diese Einmalzahlung, die auch in zwei Jahresraten getilgt werden könne, soll statt erhöhter Einleitungs- und Verbrauchsgebühren anfallen. Bei einem Einfamilienhaus müssen 2200 Euro bezahlt werden, bei einem Zweifamilienhausbesitzer 3234 Euro.

Anwohner ärgern sich über zusätzliche Kosten

Das führte zu regen Diskussionen. „Wir haben neu gebaut, die Erschließungsbeiträge bezahlt und einen Sickerschacht bauen lassen, und nun sollen wir schon wieder zusätzlich bezahlen“, beschwerte sich ein junges Paar über die zusätzlichen Beiträge. „Sie haben doch vorher berichtet, dass der Markt Pfaffenhofen stattliche Rücklagen besitzt, dann bezahlen sie die neue Abwasser-Druckleitung davon“, schlug ein verärgerter Besucher vor. Walz erwies sich als gut vorbereitet und hatte passende Argumente parat.

Anwohner beschweren sich über Abwasser-Umlagen

Die neue Straßenbeleuchtung kommt schlecht an

Auch andere Wünsche kamen zur Sprache. Die Biberberger setzen auf einen Ausbau des Radwegenetzes, in Balmertshofen soll nach Vorstellung der Bürger das Treppengeländers zur Kirche verlängert werden. Ein Bürger beklagte sich über ungenügende Information durch die Marktgemeinde über anstehende Baumaßnahmen. Bürgermeister Walz widersprach: „Über die Homepage unserer Gemeinde, in der Tagespresse und in unserem Mitteilungsblatt geben wir Informationen rechtzeitig weiter“. Der Fragesteller war damit nicht zufrieden, da er diese Mitteilungen nicht lese und persönlich per E-Mail informiert werden wolle.

Als auch noch die neu installierte Straßenbeleuchtung mit „kalten LED-Lichtern“ kritisiert wurde, und der Vorschlag aus den Besucherreihen mit „dann steck halt einfach einen gelben Sack drüber, den gibt’s gratis im Rathaus“ für Schmunzeln sorgte, beendete Bürgermeister Walz nach drei Stunden die Bürgerversammlung.

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