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Nersingen

27.02.2014

Applaus für Theo Waigel

Hoher Besuch in Nersingen: Der ehemalige Landrat Franz-Josef Schick (links) sowie Nersingens Bürgermeister Erich Winkler begrüßten den früheren Bundesfinanzminister Theo Waigel in der Gemeindehalle.

Ex-Finanzminister unterstützt CSU in Nersingen.

Eines könnte Freudenberger dem ehemaligen Bundesfinanzminister schon bald voraus haben: Er könnte bald Landrat sein. „Denn zu den großen Enttäuschungen“, sagt Waigel, „gehört in seinem Leben, dass ich es in meiner Heimat Krumbach nie geworden bin, obwohl ich es fest vor hatte“. Etwas für seine Heimat zu tun, das war für Theo Waigel „das befriedigendste Gefühl der politischen Arbeit“, sagt er. „Heimat ist ein wichtiger Wert.“ Der Landkreis Neu-Ulm habe „viele Jahrhundertchancen gehabt“ – Der Bau der Hochschule sei eine davon gewesen. Dass der ehemalige Finanzminister mit großen Namen wie Kohl und Gorbatschow zu tun hatte, bewies er in einem Abriss über das vergangene Jahrhundert deutscher Geschichte.

Zurück in der Gemeinde Nersingen, ist Bürgermeister Erich Winkler der Meinung, „die CSU kann sich staatsmännisch auf die Schulter klopfen“. Er spielt damit auf die Projekte in der Großgemeinde an, die von der Partei vorangetrieben wurden: „Das ,Riedle’ war nicht ganz unumstritten, doch es zeigte sich, dass es die richtige Entscheidung war, es zu bauen.“ Winkler, der bei der Wahl am 16. März keinen Gegenkandidaten hat, hat bald vielleicht einen Landrat in seiner Gemeinde wohnen: Freudenberger lebt seit Kurzem in Unterfahlheim. Für den Umzug in die fast nördlichste Gemeinde im Landkreis „musste ich viele Bücher aussortieren“, sagt Freudenberger. Wohl ganz zufällig fiel ihm dabei das Buch von Otto Hess „Gefragt: Theo Waigel“ in die Hand. Dabei habe ihm die Antwort imponiert, die der ehemalige Bundesfinanzminister auf die Frage gab, was ihn an Kommunalpolitik reize: „Ein Bürgermeister sieht konkret, was getan wird, und ist nah am Bürger.“ Seither habe sich der Landkreis stark verändert und „gut entwickelt“, die Nähe der Bürger spielte aber „immer noch eine sehr wichtige Rolle“.

Heute wolle er sich nicht auf dem sicheren Fundament ausruhen, sondern als „vielleicht künftiger Landrat an den Brücken weiterbauen“, philosophiert Freudenberger: „Ich will nicht in die Fußstapfen meines Vorgängers treten. Wer das macht, hinterlässt nie eigene Spuren.“ Seine Ziele seien unter anderem die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs, der wohnortnahen medizinischen Versorgung und der Vereinskultur sowie des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts sein.

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