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30.11.2017

Arbeitsmarkt profitiert vom milden Herbst

Bild: Daniel Bockwoldt/dpa

In der Region Donau-Iller gibt es einen neuen Rekord. Auch im Landkreis Neu-Ulm ist die Quote niedrig. Doch eine Entwicklung sehen die Experten mit Sorge.

Ulm/Landkreis Im Arbeitsagenturbezirk Donau-Iller, zu dem auch die Stadt Ulm gehört, gibt es einen neuen Rekordwert: Die Zahl der Menschen ohne Job ist weiter gesunken, die Quote liegt nun bei 2,5 Prozent – und ist damit so niedrig wie zuletzt 1998. Dadurch behält die Agentur für Arbeit Ulm auch die Spitzenposition in Baden-Württemberg. „Auch im November war der Arbeitsmarkt gut in Fahrt“, so Agenturleiter Matthias Auch. Er rechnet damit, dass der Schwung noch bis in den Dezember hinein reichen wird.

Im Vergleich zum November 2016 sank die Zahl der Arbeitslosen im gesamten Agenturbezirk um fast 1200 Menschen. Am stärksten profitierten Jugendliche und junge Erwachsene. Ein Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit in einem November sei zwar nicht ungewöhnlich, „doch über 20 Prozent weniger als im Vorjahr ist schon bemerkenswert“, kommentiert Ulm.

Auch der Stadtbezirk Ulm steht sehr gut da: Im Vergleich zum Oktober nahm die Zahl der Arbeitslosen um 110 ab, im November waren 2350 Menschen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 3,4 Prozent. „Das ist im Land die niedrigste Quote unter den kreisfreien Städten“, so Agenturleiter Auch.

Neue Rekorde gab es im Landkreis Neu-Ulm nicht – auch, wenn die Arbeitslosenquote mit 2,1 Prozent weiterhin niedrig bleibt, wie die zuständige Agentur für Arbeit in Donauwörth gestern mitteilte. Die stabile Lage sei durch einen milden Herbst bedingt – es wurde viel gebaut. Gleichzeitig herrschte Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Eine Entwicklung betrachten die Experten jedoch weiterhin mit Sorge.

Wegen des guten Wetters habe es im Kreis Neu-Ulm bisher im Bausektor kaum saisonbedingte Entlassungen gegeben, sagt Richard Paul, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Donauwörth. „Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage unserer Region sehr positiv.“ Im November waren zum Stichtag insgesamt 2061 Personen arbeitslos gemeldet, neun mehr als im Oktober. Angeboten werden 1661 Stellen, 61 weniger als vor einem Monat und 85 mehr als 2016. Unverändert werden demnach in fast allen Bereichen Fachkräfte oder Helfer gesucht.

Heikel ist aus Sicht der Experten: Im Landkreis hatten es viele Menschen schwer, eine Stelle zu finden, hieß es. Momentan sind im Kreis Neu-Ulm 238 schwerbehinderte Menschen auf der Suche nach einem Arbeitsplatz. Jene profitierten kaum von der guten Situation des regionalen Arbeitsmarkts, sagt Paul. Die Agentur unterstütze die Betroffenen durch Beratungen und finanzielle Förderungen, etwa wenn es um die behindertengerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen geht.

Bei den älteren Arbeitnehmern ab 50 Jahre betrug die Arbeitslosenquote im November 2,5 Prozent, wie im Vormonat. Das entsprach 788 Personen. Zudem gab es 530 ausländische Arbeitslose, 360 Menschen sind seit über einem Jahr ohne Job oder langzeitarbeitslos. Auf dem Arbeitsmarkt im Kreis tut sich einiges: Im November begaben sich 968 Personen neu auf die Suche nach einer Arbeitsstelle, 100 mehr als im Oktober. 953 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Auch in der Region Donau-Iller ist die Zahl der Arbeitslosen im November weiter zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 2,5 Prozent. (az)

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