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Weißenhorn

15.05.2019

Auch der Stadtteil Oberreichenbach wächst

Westlich von Oberreichenbach, auf der Fläche links im Bild, soll das Neubaugebiet „Kreuzäcker I“ entstehen.
Bild: Alexander Kaya

Räte beschließen den Bebauungsplan für das Gebiet „Kreuzäcker I“. Künftige Bewohner müssen unterschreiben, dass sie den Bauernhof in der Nähe akzeptieren.

Auch der kleine Weißenhorner Ortsteil Oberreichenbach wird in naher Zukunft ein Neubaugebiet bekommen. Die Grundlagen dafür hat der Bauausschuss am Montagabend gelegt: Einstimmig beschloss das Gremium den Bebauungsplan „Kreuzäcker I“, der auf einer Fläche westlich des Ortes neun Baugrundstücke vorsieht.

Nach einer zweiten öffentlichen Auslegung mussten die Planungsunterlagen allerdings noch einmal überarbeitet werden. Auf zwei Problempunkte wies Bürgermeister Wolfgang Fendt in der Sitzung hin: Zum einen befindet sich in der Nähe des künftigen Baugebiets ein Bauernhof, dessen Eigentümer um den Fortbestand seines Betriebes bangt. Zum anderen müssen in dem Gebiet entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, um das Niederschlagswasser zu beseitigen.

Der vorgeschriebene Abstand zum Bauernhof wird eingehalten

Zum ersten Punkt sagte Fendt: Der vorgeschriebene Abstand zu dem landwirtschaftlichen Betrieb werde eingehalten. Dennoch plädierte er nach einem Gespräch mit dem Landwirt für eine zusätzliche Absicherung in Form eines Eintrags einer Dienstbarkeit im Grundbuch. Heißt: Die künftigen Bewohner müssen unterschreiben, dass sie den Betrieb in der Nähe dulden. Sonst könne es so gehen wie in anderen bayerischen Kommunen, wo sich Neubürger über den Lärm von Kuhglocken ärgern und gerichtlich dagegen vorgehen, sagte Fendt.

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Hinsichtlich des Regenwasserproblems hat die Stadtverwaltung im Rahmen des Verfahrens ein Entwässerungskonzept für das geplante Baugebiet entwickeln und rechnerisch prüfen lassen. Details zur technischen Ausführung von entsprechenden Anlagen, wie zum Beispiel einer vorgesehenen Entwässerungsmulde, sind dann Gegenstand der Erschließungsplanung.

Einstimmig sprachen sich die Räte für die jeweiligen redaktionellen Änderungen im Textteil des Bebauungsplans aus, um die vorgebrachten Einwände zu berücksichtigen. Die Frage, wann das Baugebiet letztlich erschlossen wird, konnte Fendt in der Sitzung allerdings noch nicht beantworten.

Passen Monteurwohnungen an die Maximilianstraße?

Recht konkret sind hingegen die Pläne für eine Erweiterung des Wirtschafts- und Bildungszentrums (Wibiz) an der Memminger Straße in Weißenhorn. Das Dachgeschoss des Gebäudes soll zu Büroräumen ausgebaut werden, zudem ist der Einbau einer Flachdachgaube vorgesehen. Fendt sagte, es sei ein gutes Zeichen für die Stadt, dass es einen Mehrnutzungsbedarf für das Wibiz gebe. Mehrere Organisationen haben dort ihre Geschäftsstelle, unter anderem die Kreishandwerkerschaft Günzburg/Neu-Ulm und der Palliativdienst Mittelschwaben. Mit einer Einschränkung hat der Ausschuss sein Einverständnis für den Bauantrag gegeben: Der Antragsteller soll einen Stellplatznachweis nachreichen.

Kritisch gesehen hat der Ausschuss eine Nutzungsänderung bei einem Wohnblock an der Maximilianstraße im Norden der Stadt: Für das Gebäude wurde eine Baugenehmigung beantragt, um Monteur- oder Ferienwohnungen einrichten zu können. Faktisch läuft dieser Betrieb jedoch bereits. Weil die Stadtverwaltung der Ansicht ist, dass Monteurwohnungen nicht in das Wohngebiet passen, wollte sie dem Gremium zunächst vorschlagen, das Vorhaben abzulehnen. „Wir sind der Meinung, das gibt nur Ärger mit den Anwohnern“, sagte Fendt. Alternativ schlug der Bürgermeister den Räten vor, detailliertere Unterlagen vom Antragsteller anzufordern, um das Vorhaben noch einmal zu prüfen. Wichtig sei vor allem der Stellplatznachweis. Bei einer Gegenstimme sprachen sich die Räte für dieses Vorgehen aus.

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