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Pfaffenhofen

06.05.2020

Auf der alten Deponie in Beuren gedeiht ein Biotop

Der Weg in die ehemalige Bauschuttdeponie ist durch einen Zaun abgesperrt. Über die Jahre hat sich die Natur dort ihren Weg gebahnt.
Bild: Alexander Kaya

Plus Seit 15 Jahren ist die Deponie im Pfaffenhofer Ortsteil Beuren stillgelegt. Mit der Zeit ist dort eine Naturschutzfläche entstanden, die die Marktgemeinde Pfaffenhofen erhalten will. Dafür muss aber ein Bagger anrücken.

Wo früher ein großer Haufen Schutt war, soll jetzt ein Biotop entstehen. Der alte Marktgemeinderat hat in seiner letzten Sitzung diese Maßnahme für die Bauschuttdeponie im Pfaffenhofer Ortsteil Beuren beschlossen: Die stillgelegte Schuttfläche soll rekultiviert und gesichert werden.

Auf dem Schutt hat sich die Natur breit gemacht

Seit 2005 ist die Deponie außer Betrieb, seitdem wurde dort laut Bauamtsleiter Alexander Gehr nichts mehr gemacht. Das Ergebnis? „Zwischenzeitlich hat sich auf diesen Flächen die Natur entwickelt“, erklärt Gehr. Es sei wichtig, diese Fläche zu schützen und zu erhalten. Doch dafür müssen neben dem Rekultivierungsantrag auch kleinere Bauarbeiten durchgeführt werden.

Artenschutz-Beauftragter begleitet die Arbeiten

Damit kein alter Bauschutt die Böschung herunterfällt, muss dieser mit einem Bagger abgetragen werden. „Um die Lebensräume für Kleintiere während der Schonzeit nicht zu zerstören, wird die Maßnahme von einem Sachverständigen für Artenschutz begleitet“, sagt der Bauamtsleiter. Bereits bis Ende Februar dieses Jahres wurden Büsche entfernt und lose Betonteile umgelagert. Nachdem der Antrag in der vergangenen Bau- und Umweltausschusssitzung einstimmig angenommen wurde, werden ab sofort in Absprache mit dem Landratsamt die Rodungsarbeiten weitergeführt. „Am Ende der Arbeiten wird noch eine dünne Decke von dem ohnehin schon vorhandenen, unbelasteten Bodenmaterial aufgetragen“, sagt Gehr. Und dann kann das Biotop weiter gedeihen.

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Ein Stück der Fläche gehört einer Privatperson

Da nur die Hälfte des Gebietes in Besitz der Marktgemeinde ist und die andere einer Privatperson gehört, kann Letztere prinzipiell einen Antrag stellen, dass auf deren Grundstück Sand abgebaut werden darf. Doch das würde die restliche Naturfläche nicht beeinflussen. Für die Kosten für das neue Naturschutzgebiet kommt der Markt auf. Der vergangene Woche noch amtierende Bürgermeister Josef Walz wies darauf hin, dass die Kosten für die Rodungsarbeiten auch im Haushaltsplan 2020 eingerechnet sind.

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