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Wullenstetten

06.06.2019

Aula-Neubau in Wullenstetten wird teurer

Zum Start der Bauarbeiten, die auf unserem Bild zu sehen sind, rechnete die Stadt noch mit niedrigeren Kosten.

Gestiegene Baukosten machen auch vor der Grundschule nicht halt – trotzdem kommt Senden noch gut weg.

Der Neubau der Aula an der Grundschule in Wullenstetten wird teurer. Mit mindestens 275000 Euro mehr muss die Stadt Senden offenbar rechnen. Diese Hiobsbotschaft überbrachte Architekt Marcus Wörtz den Räten des Bauausschusses. Grund seien die Baupreise, die in nahezu allen Bereichen steigen, so Wörtz.

Bereits seit vielen Jahren soll in Wullenstetten die Grundschule um eine Aula und Räume für die Mittagsbetreuung erweitert werden. Vor Kurzem haben die Arbeiten begonnen, veranschlagt waren für den Neubau rund 4,5 Millionen Euro. Derzeit laufe der Rohbau, und das Architekturbüro Braunger und Wörtz ist damit beschäftigt, verschiedene Gewerke im Innenausbau auszuschreiben. Dabei habe sich bereits jetzt gezeigt, dass man mit den veranschlagten Kosten nicht hinkomme, so Wörtz: „Wir werden die 4,5 Millionen überschreiten, das ist schon sicher.“

Architekt: Deswegen wird alles teurer

Der Architekt besuchte deswegen am Dienstagabend das Gremium, um einen aktuellen Stand abzugeben und die Erhöhung zu erklären. „Wir schreiben derzeit intensiv aus und kämpfen mit den Baupreisen“, sagte der Architekt. Teilweise habe man einzelne Aufträge mehrere Male ausgelobt, wenn unpassende oder gar keine Angebote eingingen, „um den Rahmen einigermaßen in der Größenordnung zu halten“. Das sei viel Arbeit gewesen und die Baustelle dadurch nicht so weit, wie man sich das zuvor vorgestellt habe – dennoch habe sich die Mühe gelohnt, denn sonst wäre alles noch teurer geworden.

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Das Büro hat zum Stand Mitte Mai Aufträge mit einer Summe von 3,4 Millionen Euro vergeben. Die Frage von Bernd Bachmann (SPD), ob es einen bestimmten Bereich gebe, der teurer geworden sei, verneinte der Architekt. Generell haben alle Ausbaugewerke sich verteuert. Man könne von Glück sprechen, dass für den Hochbau bereits früh ausgeschrieben wurde, denn auch in diesem Bereich zahle man mittlerweile um die 20 bis 30 Prozent mehr.

Nächstes Jahr sollen die Schüler umziehen

Der Hochbau müsse nun abgeschlossen werden, zuvor lasse sich innen nichts arbeiten. Man halte aber am Zeitplan fest, den Bürgermeister Raphael Bögge noch einmal nannte: Nach den Faschingsferien im kommenden Jahr sollen die Schüler einziehen.

Die Räte haben die derzeit vom Architekturbüro berechnete fehlende Summe in Höhe von 275000 Euro abgesegnet. Die Mehrkosten werden in den nächstjährigen Haushalt 2020 eingestellt.

SPD-Fraktionschef Georg Schneider fragte vorsichtig nach, ob die Summe sicher ausreiche. Das zu hundert Prozent zuzusichern, sei nicht möglich, so der Architekt. „Unsere Aufgabe ist es, alles zu versuchen, aber wir können nicht in die Zukunft sehen.“ Die Räte und der Bürgermeister bedankten sich für die Mühe, die Kosten so wenig wie möglich zu überziehen, und die ehrliche, rechtzeitige Information vonseiten des Büros.

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