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Neu-Ulm

14.05.2020

Aus der ehemaligen Disco „Violet“ in Neu-Ulm wird ein Wohnheim

Aus dem ehemaligen „Violet“-Gebäude in Neu-Ulm wird ein Übergangswohnheim.
Bild: Oliver Helmstädter (Archivfoto)

Plus Aus der ehemaligen Disco „Violet“ in Neu-Ulm wird ein Übergangswohnheim. Dort sollen künftig Flüchtlinge und Spätaussiedler wohnen.

Die Regierung von Schwaben hat das inzwischen vierstöckige Gebäude in der Dieselstraße vom Landratsamt Neu-Ulm übernommen. Dieses hatte das umgebaute Haus 2016 als dezentrale Einrichtung zur Unterbringung von Flüchtlingen angemietet. Zuvor war es jahrelang ein beliebter Treffpunkt für Nachtschwärmer gewesen.

Wie die Regierung mitteilte, will sie das Wohnobjekt zur Unterbringung von bis zu 70 Spätaussiedlern und Kontingentflüchtlingen, die aus humanitären Gründen aufgenommen werden, nutzen. Zu diesem Personenkreis zählen beispielsweise Flüchtlinge aus Krisenregionen wie etwa Syrien sowie ehemalige afghanische Mitarbeiter der Bundeswehr.

Wer in den Räumen des früheren "Violet" untergebracht werden soll

Wegen der Corona-Pandemie sollen in Neu-Ulm zunächst besonders schutzbedürftige Personen – etwa Ältere oder Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen – aufgenommen werden, die aus anderen Übergangswohnheimen in Schwaben kommen. Die Inbetriebnahme der Einrichtung werde zeitnah erfolgen. Wann die ersten Personen eintreffen, steht laut der Behörde noch nicht genau fest.

Bereits Anfang Mai wurde das Gebäude mit Betten, Spinden, Tischen und anderen Einrichtungsgegenständen ausgestattet. Einsatzkräfte des THW Augsburg und Neu-Ulm leisteten bei dieser Aktion logistische Unterstützung. Um die Liegenschaft kümmern sich künftig ein Einrichtungsleiter und ein Hausmeister der Regierung.

Das ehemalige Speichergebäude im Starkfeld steht immer noch leer

Eine andere große Maßnahme zur Unterbringung von Flüchtlingen hat sich erheblich verzögert. Das ehemalige Speichergebäude im Starkfeld in Neu-Ulm sollte eigentlich bereits voriges Jahr bezogen werden, ist aber immer noch nicht fertig. Wie Pressesprecher Karl-Heinz Meyer von der Regierung von Schwaben sagte, laufen in dem markanten siebenstöckigen Gebäude noch Bauarbeiten, die überwiegend im Mai oder Juni fertiggestellt werden sollen. Abhängig vom Abschluss der Arbeiten würden noch Dienstleistungen wie der Sicherheitsdienst und die Lebensmittelversorgung ausgeschrieben. Und es müsse auch noch Personal eingestellt werden. In dem Gebäude sollen bis zu 250 Asylbewerber untergebracht werden.

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