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Altstadtfest

16.07.2012

Ausgelassene Feier bei Blasmusik und Partykrachern

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Seit Jahren wollte Hermann Reiter die Blaskapelle Unterroth für das Altstadtfest gewinnen. In diesem Jahr hat es geklappt.

Für Ärger bei einigen Besuchern sorgen in Weißenhorn hingegen lange Wartezeiten an den Ständen

Weißenhorn Ein skeptischer Blick in den Himmel. Hält das Wetter bis zum Abend? Wird alles gut gehen? Dann sagt Hermann Reiter, Sprecher der Organisationsgruppe: „No risk, no fun.“ Wer Spaß haben will, muss also etwas riskieren. Anschließend wurde abgestimmt und entschieden. Das Ergebnis: Das Altstadtfest findet statt. Und das Wetter hielt, obwohl es morgens in der Fuggerstadt leicht tröpfelte.

Es riecht nach gebrannten Mandeln, Süßigkeiten und gegrilltem Fleisch. Neben den Essständen befindet sich das alte Rathaus, das fürs Fest zu einer großen Bar umfunktioniert worden ist. Gegen 17.30Uhr ist der Kirchplatz bereits gut besucht, die Stadtkapelle spielt, viele Besucher kaufen sich Wertmarken für Speisen und Getränke.

Seit diesem Jahr gibt es auf dem Altstadtfest ein neues Bezahlsystem mit zentralen Kassen. Das bargeldlose Bezahlen soll für Ehrlichkeit sorgen. „Früher gab es teilweise Schwierigkeiten und Betrugsfälle in den Ständen, daher haben wir uns für ein neues Bezahlsystem entschieden“, sagt Hermann Reiter. Alle Beteiligten hätten dieser Umstellung zugestimmt, jetzt gäbe es keine Probleme in dieser Richtung mehr. Jedoch sind anscheinend andere Schwierigkeiten entstanden. Viele Gastronomen und Vereine wollten das neue Bezahlsystem, aber auch die strengen Haftungsregelungen nicht akzeptieren und blieben dem Fest von vorneherein fern. Auf dem Festgelände hat nur ein Metzger seinen Stand aufgestellt. „Ich musste eine Dreiviertelstunde wegen nur einer Steaksemmel anstehen. Das kann es doch nicht sein“, beschwert sich ein Gast aus der Warteschlange vor dem Imbisswagen. Ähnlich sieht es auch Andreas Kuppelhuber aus Weißenhorn: „Die Wartezeiten sind viel zu lang.“

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Doch die Festgäste sind nicht nur genervt. Sie genießen den Auftritt der Blaskapelle aus Unterroth. Seit mehreren Jahren wollte Hermann Reiter die Kapelle für das Altstadtfest gewinnen. „Die spielen so gut, aber terminlich hat es nie funktioniert“, sagt Reiter.

Die für dieses Jahr engagierte Kapelle hatte kurzfristig abgesagt und die Musiker aus Unterroth hatten noch einen Termin frei. Die Qualität der 30 Gastmusiker ist hervorragend. „Selten habe ich so schöne Blasmusik gehört“, schwärmt Festbesucher Erwin Huber.

Neben traditioneller Blasmusik sind von den Unterrothern vor allem Stimmungs- und Partykracher zu hören. Unter anderem spielten sie „Walking on Sunshine“, oder „Ai Se Eu Te Pego“.

Je später es wurde, desto voller war die Bar am alten Rathaus und auch die Weinstände waren eine beliebte Anlaufstelle für viele Festbesucher.

In diesem Jahr war erstmals ein Sicherheitsunternehmen aus Dornstadt mit 16 Sicherheitskräften, zwei Rettungsassistenten und vier Rettungssanitätern vor Ort. „Wir sorgen dafür, dass kein harter Alkohol an Jugendliche ausgegeben wird und dass alles friedlich bleibt“, sagt Einsatzleiter Ralf Schuster.

Am anderen Ende des Altstadtfestgeländes hatte ein DJ seine Plattenteller aufgestellt. Viele Besucher bevorzugten jedoch die Hauptbühne auf dem Kirchplatz. Die Gäste blieben vom Regen verschont. So konnte bis zum Schluss ausgelassen gefeiert werden. Für die Zukunft wünscht sich Hermann Reiter eine rege Beteiligung der örtlichen Vereine. „Jeder Verein ist willkommen, damit das Altstadtfest noch schöner werden kann.“

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