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Mobilität

07.11.2019

Autofahrer ärgert weiter Verkehrsversuch am Marktplatz

Kein Durchkommen mit dem Auto: Seit Februar 2019 ist die Durchfahrt vom Marktplatz zur Herdbruckerstraße versuchsweise gesperrt.
Foto: Alexander Kaya

Warum Autofahrer weiterhin vergeblich den Weg vom Rathaus Richtung Neu-Ulm suchen.

Noch immer stehen täglich Autofahrer auf dem Marktplatz vor dem Rathaus und sind ratlos. Denn die Durchfahrt zur Herdbruckerstraße ist versperrt. Wie die Ulmer Stadtverwaltung jetzt mitteilt, bleibt das auch erst mal so: Mit einer ersten Bilanz sei frühestens nach einem halben Jahr zu rechnen. Seit Februar 2019 ist die Durchfahrt versuchsweise gesperrt. Laut Pressemitteilung werden die Auswertungen voraussichtlich im Frühjahr nächsten Jahres vorliegen.

Aufgrund der Arbeitsauslastung sowohl der Verkehrsabteilung als auch des Ingenieursbüros könne die Evaluation nicht eher abgeschlossen werden. Vorerst bleibt die aktuelle Verkehrsregelung mit gesperrter Durchfahrt also bestehen. Sobald die Ergebnisse vorliegen, soll eine endgültige Entscheidung über die künftige Verkehrsführung getroffen werden.

Auslöser für den umstrittenen Verkehrsversuch war wie berichtet eine Unterschriftenaktion, die Anwohnende der Herdbruckerstraße und des Marktplatzes im Jahr 2017 initiiert hatten. Sie wiesen auf die hohe Verkehrsbelastung in der Herdbruckerstraße hin: Der Durchgangsverkehr passiere mit hohen Geschwindigkeiten die bisher schon als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesene Straße und den Marktplatz. Eine von der Stadt durchgeführte Verkehrszählung bestätigte die Argumente der Anwohnenden. Der Bauausschuss beschloss daraufhin im November 2018 den Verkehrsversuch. Die Sperrung soll verhindern, dass Autofahrende den Knotenpunkt Neue Straße / Donaustraße aufgrund des Rückstaus über die Herdbruckerstraße in Richtung Neu-Ulm umfahren. Damit soll der Abkürzungsverkehr verhindert, die Lärmbelastung reduziert und die Aufenthaltsqualität im Bereich des Marktplatzes insgesamt erhöht werden. Der Verkehrsversuch wird durch Verkehrszählungen an fünf verschiedenen Knotenpunkten sowie durch eine Befragung der Anlieger untersucht werden. Dabei soll ebenfalls die fehlende Linksabbiege-Möglichkeit von der Neuen Straße in die Donaustraße, die von Autofahrern häufig als Problematik angesprochen wird, untersucht werden. (az)

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